Erstellt am 01. Oktober 2014, 09:44

von NÖN Redaktion

Über 1.100 Stunden Hilfe für "Nachbarn". Seit März läuft das Projekt "Nachbarschaftshilfe plus" in sechs Gemeinden. Bisher wurden knapp über 100 Einsätze absolviert.

Beim Projektstart: Daniela Pieber, Markus Landauer, Astrid Rainer, Peter Heger, Verena Dunst, Klaudia Friedl, Christian Weninger, Friedrich Kreisits, Petra Prangl und Christian Vlasich.  |  NOEN, zVg

Seit Mitte März läuft das Projekt „Nachbarschaftshilfe plus“ im Mittelburgenland. In sechs Gemeinden wurde das Projekt initiiert, bei dem Ehrenamtliche soziale Dienste wie Fahr- und Bringdienste oder Besuchsdienste zur Verfügung stellen. Koordiniert werden Angebot und Nachfrage jeweils von einer Teilzeitmitarbeiterin, die sich zwei Gemeinden teilen. Nun konnte man eine erste positive Bilanz ziehen. Von März bis August wurden knapp über 1.000 Einsätze absolviert, dabei wurden hauptsächlich Fahr- und Bringdienste nachgefragt. Die 110 Ehrenamtlichen erbrachten über 1.100 Stunden und fuhren dabei fast 13.000 Kilometer. Insgesamt haben rund 150 Bürger das Service in Anspruch genommen.

"Höre nur positives Feedback"

„Es ist schön zu sehen, dass das Angebot so gut angenommen wird und die Lebensqualität und Solidarität in den Gemeinden spürbar gestärkt wird. Es wirkt fast so, als hätten manche schon lange auf unser Projekt gewartet. Die Bürgermeister der Partnergemeinden haben eine gute Entscheidung getroffen, mit Nachbarschaftshilfe Plus zu starten und sind auch sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis“, so Petra Prangl, Obfrau des Trägervereins des Projektes.

Bürgermeisterin Klaudia Friedl aus Steinberg-Dörfl, die das Projekt mitinitiiert hat, bestätigt dies. „Es ist im positiven Sinn so viel passiert. Ich bin total überrascht. Ich habe mir gedacht, dass es ein Jahr dauert bis es einigermaßen läuft“, meint Friedl, die auch selbst schon zwei Einsätze als Freiwillige hatte. Einmal brachte sie eine Dame zum vertretenden Arzt nach Lutzmannsburg, zur Apotheke und zu weiteren Erledigungen, ein anders Mal fuhr sie eine andere Dame in die Ambulanz im Krankenhaus. „Ich höre nur positives Feedback. Die Leute sind dankbar. Dass das so einschlägt ist für mich ein Beweis, dass wenn ein Angebot da ist, dieses auch angenommen wird.“


Einsätze Mitte März bis August

  • Steinberg-Dörfl: 226

  • Piringsdorf: 136

  • Unterfrauenhaid: 211

  • Lackenbach: 337

  • Horitschon: 56

  • Raiding: 76


Wie ist das Projekt in Ihrer Gemeinde angelaufen?

Peter Heger, Bürgermeister von Horitschon: "Bei uns ist es etwas langsam angelaufen. Aber jetzt wird es sehr gut angenommen. Unsere engagierte Mitarbeiterin hat es geschafft, dass die Hemmschwelle, kostenlose Hilfe anzunehmen, überwunden wird."

Markus Landauer, Bürgermeister von Raiding: „Es war bis jetzt viel Arbeit, die sich aber gelohnt hat. Man bemerkt ein Zusammenrücken und ein Vernetzen von bereits bestehenden Aktivitäten, die ohne dieses Projekt so nicht ans Tageslicht gekommen wären.“

Friedrich Kreisits, Bürgermeister von Unterfrauenhaid: „Höchstes Lob für das Anlaufen des Projektes. Das Projekt wird sehr gut angenommen und wir setzten alles daran, dass wir es fortsetzen können und im Hintergrund die Finanzierung gesichert ist.“

Christian Weninger, Bürgermeister aus Lackenbach: „Prinzipiell sind wir mit dem Projekt und auch damit, wie es sich bisher entwickelt hat, sehr zufrieden. Es wird in Lackenbach auch sehr gut angenommen. Es kommt außerdem Lob von der Bevölkerung.“

Stefan Hauser, Bürgermeister von Piringsdorf: „Bei uns wird das sehr gut angenommen, wobei die Leistungen quer durch den Gemüsegarten von Arztfahrten bis zu gesellschaftlichen Dingen reichen. Es arbeiten auch über 20 Ehrenamtliche mit.“