Erstellt am 24. September 2014, 08:51

von NÖN Redaktion

130 Jahre Apotheke. Vom Ein Mann-Betrieb bei der Gründung wuchs man zum Betrieb mit 20 Mitarbeiterinnen.

Gratulanten: Landesvize Franz Steindl, Stadtchef Rudolf Geißler, Landeschef Hans Niessl, Präsident Hans Tesar (Burgenländische Apothekerkammer) und Präsident Christian Müller-Uri (Österreichischer Apothekerverband) mit Apotheker Alfred Szczepanksi (3.v.l.)  |  NOEN, zVg

173.790 Medikamentenpackungen werden von Apotheker Alfred Sczcepanski und seinen 20 Mitarbeiterinnen – es arbeiten nur Damen in der Apotheke – jährlich ausgegeben. Gestartet wurde das Unternehmen vor 130 Jahren als Ein Mann-Betrieb. Mittlerweile führt die Familie Szczepanski die Apotheke in vierter Generation. „Es macht mich stolz, dass so viele Leute gekommen sind, denn das bestätigt mir, dass wir gute Arbeit geleistet haben“, freute sich Alfred Sczcepanski angesichts der vollen Apotheke zur 130er-Feier.

Apotheke ist älter als das Burgenland 

Im Jahr 1884 gründete ein gewisser Imre Sárossy in Felsöpulya – Oberpullendorf gehörte damals noch zu Ungarn – die Apotheke zum Mohren, die er schon nach sechs Jahren verkaufte und die Konzession auf Adam Sczcepanski, dem Urgroßvater des heutigen Apothekers übertrug. Er übersiedelte die Apotheke auf den heutigen Standort. Sein Sohn Alfred Felix Sczcepanksi eröffnete, da das Geschäft nicht ausreichend lief, zusätzlich eine Sodawassererzeugung sowie die erste Tankstelle in Oberpullendorf. Nach seinem Tod übernahm 1956 Hiltrud Sczcepanski die Konzession. Als diese früh starb, wurde die Apotheke als Deszendentenbetrieb mit angestelltem Leiter geführt, bis ihr Sohn Alfred Szczepanski 1987 die Konzession übernahm. Er ließ die Apotheke 2004/2005 am alten Standort komplett erneuern.

Rund 5.000 Arzneimittel sind ständig auf Lager, etwa 100 Rezepte pro Woche werden magistral abgefertigt und jährlich 1.350 Kilogramm Altmedikamente entsorgt. Das Angebot geht über die Versorgung mit Medikamenten und Gesundheitsprodukten hinaus und umfasst zum Beispiel auch Gesundheitschecks, Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinmessungen, Haarmineral- und Hautanalysen sowie kosmetische Gesichtsbehandlungen.

„Ich bin sehr stolz auf die Apotheke“, betonte Bürgermeister Rudolf Geißler. Diese ist für ihn ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sowohl hinsichtlich der Kommunalsteuer als auch als Frequenzbringer und ein wichtiger Player im gesundheitspolitischen Bereich. Landesvize Franz Steindl gratulierte zum „tollen Betrieb“ und Landeshauptmann Hans Niessl meinte, dass fachkundige Beratung, Kompetenz und Prävention eine gute Apotheke ausmachen. „Und das ist für mich eine sehr gute Apotheke.“