Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Feuerwehr rettet eingesperrtes Baby. BEFREIT / Eine zweifache Mutter sperrte sich am Dienstag der Vorwoche aus dem Haus aus beziehungsweise ihr zweijähriges Kind ein. Die Florianis konnten helfen.

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OBERPULLENDORF / Es war wohl die dramatischste Stunde ihres Lebens, die die zweifache Mutter Barbara Krukenfellner am Dienstagvormittag der Vorwoche erlebte. Den Tag hatte Barbara Krukenfellner sorgfältig durchgeplant. Nach dem Aufräumen des Hauses stand eigentlich die Erledigung des täglichen Einkaufs am Programm. Als sie am Vormittag kurz das Haus verließ, ahnte sie nicht, was als Nächstes kommen würde. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich ihre beiden Töchter, jeweils zwei und vier Jahre alt, im Wohnbereich. Die ältere Tochter folgte der Mutter hinaus, die gerade dabei war, den Müll zu entsorgen. Plötzlich fiel die Eingangstür des Hauses, die keine Klinke besitzt, ins Schloss. Der Hausschlüssel befand sich auf der inneren Seite der Tür und somit war die zweijährige Tochter Jasmin eingesperrt.

Der Mutter wurde es angst und bange. „Mir ging in meinem Angstzustand so vieles durch den Kopf, was Jasmin hätte passieren können. Für mich war es einer der schlimmsten Momente“, schildert die Mutter. Da auch das Mobiltelefon im Haus lag, war Barbara Krukenfellner hilflos. Sie rannte zum Nachbarn und bat diesen um Hilfe. Zunächst kontaktierte die verzweifelte Mutter einen Schlüsseldienst, blieb jedoch erfolglos. Danach alarmierten die Nachbarn, die sich während des Geschehnisses um das Haus versammelt hatten, Polizei und Feuerwehr. „Es hat nur sehr kurz gedauert, bis sie da waren, dennoch kam mir jede einzelne Minute ewig lang vor“, erzählt die Mutter. In der Zwischenzeit versuchte die Polizei, durch die Kellertür ins Haus zu kommen. Aber erst die Stadtfeuerwehr Oberpullendorf, die mit zwei Fahrzeugen und sechs Mann ausrückte, konnte die Kleine befreien. Ein Holzverbau wurde versetzt und eine Person konnte so in eine Öffnung des Hauses eindringen und die Türe von innen öffnen. Eine Stunde später konnte Barbara Krukenfellner ihre Jasmin wieder in den Arm nehmen.