Erstellt am 09. September 2015, 08:36

von Michaela Grabner

Flüchtlinge im Zollhaus?. Angebot / Immobilienfirma hat dem Land das in ihrem Eigentum befindliche alte Zollhaus Mannersdorf zum Verkauf angeboten. MANNERSDORF / Um die 26 Flüchtlinge könnten künftig im alten Zollhaus in Mannersdorf untergebracht werden.

ABD0032_20150819 - NICKELSDORF - …STERREICH: THEMENBILD - THEMENBILD - Illustration zum Thema "Asyl/FlŸchtlinge/Schlepper": FlŸchtlinge am Dienstag, 18. August 2015, im šsterreichisch-ungarischen Polizeikooperationszentrum auf dem GelŠnde der ehemaligen Schwerverkehrsgrenzkontrolle in Nickelsdorf. - FOTO: APA/HANS KLAUS TECHT  |  NOEN, APA/Hans Klaus Techt

Um die 26 Flüchtlinge könnten künftig im alten Zollhaus in Mannersdorf untergebracht werden. Der für das Asylwesen zuständige Landesrat Norbert Darabos bestätigte auf Anfrage der BVZ, dass diesbezüglich ein Angebot des Eigentümers, einer Immobilienfirma, an das Land gemacht wurde.

Fokus auf kleineren Quartieren

Laut Darabos liegt der Fokus in der Frage der Unterbringung der Flüchtlinge auf kleinen Quartieren, passenden Voraussetzungen – die man sich derzeit ansieht – und der Zustimmung durch die Gemeinden. Und in Mannersdorf steht man einem solchen Quartier durchaus aufgeschlossen gegenüber. „Wir stehen dem generell positiv gegenüber. Im Grunde hat jede Gemeinde, die Verpflichtung, ihren Teil beizutragen. Immer zu sagen, das mache ich nicht, ist nicht sinnvoll“, meint etwa Bürgermeister Johann Schedl, demzufolge 26 Flüchtlinge der von der Großgemeinde Mannersdorf zu erfüllenden Quote von eineinhalb Prozent entsprechen würden.

„Wenn Menschlichkeit schon eine gefährliche Drohung ist, dann stimmt etwas nicht mit unserer Gesellschaft“, so Schedl. Vizebürgermeister Johann Plemenschits findet, dass man seitens der Gemeinde dem Thema offen und aktiv gegenübertreten soll.

„Wenn Menschlichkeit schon eine gefährliche Drohung ist, dann stimmt etwas nicht mit unserer Gesellschaft“

„In Gemeinschaft das Thema zu betreiben und dieses weiterzuentwickeln ist gescheiter als Ängste zu schüren“, so Plemenschits. „Man soll die Problematik der Menschen erkennen, warum diese weglaufen, nämlich aufgrund von Kriegswirren.“ Plemenschits würde sich wünschen, dass, falls die Pläne umgesetzt werden, Flüchtlingsfamilien mit Kindern in Mannersdorf untergebracht werden.

Derzeit wird das Zollhaus laut Bürgermeister allerdings noch renoviert.