Erstellt am 07. August 2013, 00:00

Flurbrände halten Feuerwehren auf Trab. Großeinsatz nach Hitzewelle /  Allein in Lebenbrunn standen 130 Mann im Einsatz, als durch die Trockenheit Strohballen Feuer fingen.

Feuerwehren im Löscheinsatz: Nicht nur in Lebenbrunn (Foto links) und Dörfl (Foto rechts) mussten die Florianis in die Flur ausrücken. Foto: Lukas Reithofer/FF Dörfl  |  NOEN, Lukas Reithofer/FF Dörfl

BEZIRK / „Es ist mittlerweile so trocken, dass es schon durch mechanische Reibung der Geräte zu brennen beginnt“, fasst Dörfls Feuerwehrkommandant Wolfgang Heisinger ein Phänomen zusammen, das derzeit Feuerwehren quer durch den Bezirk auf Trab hält. Fast täglich kommt es zu Flurbränden.

Den größten Einsatz gab es am Freitag in Lebenbrunn, wo Strohballen und die Flur Feuer fingen. Eine Fläche von mehreren Hektar stand in Flammen, die auch auf ein angrenzendes Waldstück übergriff. 130 Feuerwehrleute aus neun Feuerwehren rückten zum Einsatzort aus „Von Lebenbrunn wurden zwei große Wasser-Zubringleitungen zur Einsatzstelle gelegt“, erzählt Abschnittskommandant Kurt Kappel.

„Schnelligkeit ist unser Trumpf“

Zusätzlich konnte mit den Tanklöschfahrzeugen rasch Wasser zur Einsatzstelle gebracht werden. „Es hat sich einmal mehr das flächendeckende Netz von Freiwilligen Feuerwehren bewährt“, unterstrich Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Ferscha. „Schnelligkeit ist unser Trumpf, denn dadurch konnte ein größeres Schadensausmaß verhindert werden.“

Bereits am Mittwoch setzte im Zuge von Drescharbeiten ein Funkenflug – ausgelöst durch einen Stein im Strohhäcksler eines Mähdreschers – ein Gerstenfeld in Oberpetersdorf in Brand. Das Feuer konnte von 21 Mann der Feuerwehren Oberpetersdorf und Sieggraben rasch gelöscht werden. Betroffen war eine Fläche von zirka einem Hektar.

3 Ar eines Getreidefelds sind in Schwendgraben abgebrannt. Dort löste ein technischer Defekt bei einem überhitzten Mähdrescher einen Brand aus. Die Flammen am Fahrzeug konnte der Landwirt selbst löschen, der Flurbrand wurde von 25 Mann der Feuerwehren Schwendgraben und Unterrabnitz erfolgreich bekämpft.

700 Quadratmeter in Kobersdorf abgebrannt

Rasch löschen konnten auch die Kobersdorfer Florianis einen Flurbrand, der am Donnerstag durch einen in den Häcksler des Mähdreschers gekommenen Stein ausgelöst wurde. Rund 700 Quadratmeter Fläche brannten ab. Aus der gleichen Ursache entstand auch während Mäharbeiten eines Kleefelds in Dörfl durch ein Feuer.

Die Feuerwehr Dörfl rückte aus und stand dem Landwirt bis zum Ende seiner Arbeit zur Seite, da sich immer wieder neue Bereiche des Feldes entzündeten, die dann sofort abgelöscht wurden.

Am Montag rückten 30 Mann der Feuerwehren Markt St. Martin und Landsee zu einem Flurbrand aus. Auf einem Stoppelfeld, welches an den Urbarialwald grenzt, brach ein Brand aus. „Der Wind ging genau in diese Richtung“, so Abschnittskommandant Josef Prunner. Der Brand dürfte durch einen Funkenflug bei Mäharbeiten entstanden sein.