Erstellt am 06. März 2013, 09:59

„Förderungen abholen“. Neue Broschüre / Sämtliche Zuschüsse und Beihilfen für Arbeiternehmer im Burgenland wurden präsentiert.

Präsentierten die Förderkulisse: Landesrat Peter Rezar und Arbeiterkammer-Regionalstellenleiter Markus Schrödl.  |  NOEN

OBERPULLEDORF /  Fahrtkostenzuschuss, Qualifikationsförderung, Wohnbaudarlehen der Arbeiterkammer sind nur einige von vielen Förderungen, die im Burgenland für Arbeitnehmer angeboten werden. „Leider wissen wir aus Erfahrung, dass gerade jene Menschen, die Anspruch hätten und die Unterstützung gut brauchen können, oft die größten Hemmungen haben, um eine Förderung anzusuchen“, erklärt Arbeiterkammer-Regionalstellenleiter Markus Schrödl.

Die Arbeiterkammer hat daher eine aktualisierte Broschüre über alle Zuschüsse und Beihilfen für Arbeitnehmer im Burgenland herausgebracht, die Schrödl mit Soziallandesrat Peter Rezar präsentierte. Rezar verwies in diesem Zusammenhang besonders auf den neuen Fahrtkostenzuschuss.

Fahrtkostenzuschuss  für Pendler erhöht

 

Erhielten bisher alle Pendler zwischen 50 und 100 Kilometer den gleichen Förderbetrag, egal ob sie 51 oder 99 Kilometer bis zur Arbeitsstelle fahren mussten, gibt es nun zu einem kilometerbezogenen Basisbetrag zusätzlich zwei Euro für jeden gefahrenen Kilometer. Für Niedrigverdiener (bis 1.350 Euro brutto) und Lehrlinge liegt der Basisbetrag bei 100 Euro, ab einer Entfernung von 25 Kilometer bei 188 Euro, ab 50 Kilometer bei 249 Euro und ab 100 Kilometer 373 Euro. Ein Angestellter aus Steinberg beispielsweise, der nach Wien in den 23. Bezirk pendelt, erhielt 2012 243 Euro, mit dem Fahrtkostenzuschuss neu sind es ein Basisbetrag von 249 Euro und 86 Euro für 43 Kilometer zusätzlich, was insgesamt um 92 Euro mehr entspricht als 2012.

„Die Reform macht den burgenländischen Fahrtkostenzuschuss fairer und gerechter“, so Rezar. 2012 wurden im Burgenland 724.053 Euro für Fahrtkostenzuschüsse ausbezahlt. Insgesamt wurden rund 3 Millionen Euro für Arbeitnehmerförderung ausgeschüttet. Für 2013 wurden übrigens die monatlichen Bruttoeinkommensgrenzen auf 2.740 Euro für Alleinstehende und 4.384 Euro für Familien angehoben. Die Arbeiterkammer-Regionalstelle ist auf Wunsch beim Ausfüllen der Antragsformulare behilflich.