Erstellt am 10. Juni 2015, 09:31

von NÖN Redaktion

Rezar bleibt im Landtag. Darabos, Rezar und Friedl (von der SPÖ), Fazekas (ÖVP) und Kölly (LBL) vertreten Bezirk. Geißler (ÖVP) noch offen, Kozonits (FPÖ) verzichtete.

Peter Rezar  |  NOEN, zVg

Mit den rasch abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen und der Präsentation der neuen Regierung sind auch weitere personelle Entscheidungen gefallen. Der bisherige Gesundheitslandesrat Peter Rezar aus Oberpullendorf – er wurde vom Kroatisch Minihofer und bisherigen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos abgelöst – bleibt als Mandatar im Landtag.

„Ich werde in den Landtag einziehen, auch und vor allem deswegen, weil ich gewählter Bezirksparteivorsitzender bin, und versuchen gute Arbeit für den Bezirk zu leisten“, so Rezar. Er war sechzehn Jahre Regierungsmitglied. „Es ist viel geschehen im Gesundheits- und Sozialbereich. Wir haben sehr viel weitergebracht, wenn ich zum Beispiel an die Altenwohn- und Pflegeheime denke. Wir haben alle Spitäler erneuert und mit neuen Leistungsschwerpunkten versehen. Es war spannend und schön. In der Regierung kann man gestalten. Auch für den Heimatbezirk war viel möglich. Ich hoffe, dass mein Nachfolger dies auch so gut machen kann und werde ihn dabei unterstützen.“

Vorschlag, "mit dem alle super leben können"

Nach wie vor offen ist, ob der Oberpullendorfer Rudolf Geißler (ÖVP) weiter im Landtag sein wird. Geißler verweist auf eine Vorstandssitzung der ÖVP am Mittwoch, wo die Personalentscheidungen fallen sollen. „Dass wir als Bezirks-ÖVP ein zweites Mandat für Rudolf Geißler haben wollen ist klar, das haben wir auch deponiert. Rudolf Geißler hat hervorragende Arbeit geleistet, nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Sprecher für Gesundheit und Soziales“, meint ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich.

Auf ein Landtagsmandat verzichtet hat FPÖ-Bezirksparteiobmann Roland Kozonits, der Fünfte auf der Landesliste. „Aus beruflichen und zeitlichen Gründen sehen wir es als idealer, wenn Johann Richter aus dem Bezirk Güssing das Mandat ausübt. Das war ein einstimmiger Beschluss im Vorstand, mit dem alle super leben können“, meint Kozonits.

Ein Regierungsposten soll auch dem ehemaligen SPÖ-Landtagsabgeordneten und Gemeindevertreterverbandspräsident Erich Trummer aus Neutal angeboten worden sein. „Das ist für mich nie ein Thema gewesen. Ich habe vor der Wahl gesagt, dass das für mich nicht relevant ist und dazu stehe ich auch danach“, so Trummer.


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„Ich sehe das pragmatisch, nachdem die ÖVP absolut nicht wollte. Die Gespräche waren eindeutig. Wir haben mit der FPÖ ein sehr gutes Regierungs- und Arbeitsübereinkommen getroffen. Mir war ein Mittel- und Südburgenland-Paket wichtig.“ Erich Trummer, Mitglied des SPÖ-Verhandlungsteams

„Die SPÖ hat ihre Grundwerte über Bord geworfen. Zuerst hat es immer geheißen, die FPÖ wird ausgegrenzt. Jetzt ist es ruck zuck gegangen, um die Macht zu sichern.“ ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich

„Ich bin sehr enttäuscht, dass es tatsächlich passiert ist. Jetzt müssen wir abwarten, was dabei heraus kommt – ich bin mir sicher, nichts Positives. Die SPÖ hat sich selbst und auch dem Land damit extrem geschadet.“ Grünen-Bezirkssprecher Roland Lehner

„Jetzt ist es eben so, damit müssen wir nun leben. Ich denke, dass es nicht lange halten wird und sich die FPÖ von der SPÖ über den Tisch ziehen hat lassen. Wir werden für das Land arbeiten und kritisch hinterfragen.“ LBL-Chef Manfred Kölly