Erstellt am 04. Dezember 2012, 08:53

Ganztagsschule als Angebot. Ab 2013/2014 / Wenn genügend Interesse vorhanden ist, bietet man im Gymnasium für die Unterstufe wahlweise eine Ganztagesform mit verschränktem Unterricht an.

Von Michaela Grabner

OBERPULLENDORF /  Optional kann bei den Anmeldungen für das kommende Schuljahr im Gymnasium in der Unterstufe auch eine Ganztagesform ausgesucht werden, sofern dabei unter dem Strich eine Klasse zustande kommt. Der Schulgemeinschaftsausschuss hat in jedem Fall bereits beschlossen, sollte eine ganztägige Schulform eingeführt werden, soll es eine Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht sein. Vor einigen Wochen war außerdem eine Direktorin aus Traun, die bereits das dritte Jahr Ganztagsschule haben, zu Gast, um interessierten Lehrerkollegen von ihren Erfahrungen zu berichten. „Bei der Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht erstreckt sich über den ganzen Tag. Im Gegensatz zu einer Nachmittagsbetreuung, bei der die Kinder zusammensitzen und auf den Bus warten gibt es bei dieser ‚Hardcore‘-Version der Ganztagsschule gegenstandsbezogene Lehrzeiten, wo Hausübungen und Übungen gemacht werden als Ersatz für die Hausübung zu Hause“, erklärt Direktor Adalbert Reidinger. Dazwischen gibt es eine sogenannte gelenkte Freizeit, also freie Stunden, in denen ein Betreuer vorgibt, was getan wird vom Sport bis zum gemeinsamen Musizieren. Geplant wäre die Ganztagsschule von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.15 Uhr. Am Freitag würde die Schule schon früher enden.

Bereits Erfahrungen  als Ganztagsschule

Das Gymnasium hat mit der Form der Ganztagsschule bereits Erfahrung. Schon von 1981 bis 1986 gab es diese Unterrichtsform. „Wir wissen, woran es damals gescheitert ist“, erklärt Reidinger und nennt fehlende räumliche Voraussetzungen und das Problem der Essensversorgung als Gründe. „Die Ganztagsschule verleitet dazu zu glauben, dass man zu Hause gar nichts mehr tun muss“, schildert Reidinger. „Die schriftlichen Arbeiten sollten im Haus erledigt werden. Lernstoff könnte noch übrig bleiben für Zuhause bzw. die Wochenenden.“

Für Reidinger wäre eine Ganztagsschule auf lange Sicht auch mit baulichen Adaptierungen verbunden. Während viele Voraussetzungen wie zusätzliche Sportanlagen oder ein Speiseraum seit dem ersten Anlauf zur Ganztagsschule dazugekommen sind, sieht Reidinger noch den Bedarf, einige Klassenräume etwas gemütlicher zu gestalten. „Die Klassen im Parterre könnte man so ausbauen, dass man Wintergärten vorbaut, so dass die Klassen einen Lern- und einen Ruhebereich haben“, so Reidinger, der auf die nötigen finanziellen Mittel hofft. „Ohne Adaptierung ginge es auch, aber dann wäre es schwieriger.“