Draßmarkt , Frankenau-Unterpullendorf , Mannersdorf an der Rabnitz

Erstellt am 11. Januar 2017, 05:52

von BVZ Redaktion

Bezirk Oberpullendorf: Drei Ortschefs danken ab. Die Bürgermeister Johann Schedl, Rudolf Pfneisl und Anton Blazovich kandidieren im Herbst nicht mehr.

Rudolf Pfneisl: Der Draßmarkter Ortschef hat sich entschlossen, nicht mehr anzutreten. Er führt die Geschicke der Gemeinde seit 2002. Foto: Rozsenich  |  BVZ

Dass im heurigen Jahr Gemeinderatswahlen ins Haus steht, war auch schon in den letzten Tagen des vergangenen Jahres zu bemerken. In Piringsdorf, Neckenmarkt und Markt St. Martin wurden nach den Rücktritten der langjährigen Bürgermeister neue vom Gemeinderat gewählt. So folgte in Piringsdorf Thomas Hauser auf Stefan Hauser, in Neckenmarkt Johannes Igler auf Hans Iby und in Markt St. Martin Jürgen Karall auf Rudolf Steiner.

Anton Blazovich: Nach zwei Perioden als Bürgermeister und 25 Jahren in der Gemeindepolitik nimmt Frankenau-Unterpullendorfs Ortschef den Hut.  |  Rozsenich

Hauser, Iby und Steiner werden aber nicht die einzigen Bürgermeister sein, die in der nächsten Periode nicht mehr am Ortschefsessel sitzen. Draßmarkts Bürgermeister Rudolf Pfneisl, Frankenau-Unterpullendorfs Bürgermeister Anton Blazovich und Mannersdorfs Bürgermeister Johann Schedl werden sich im Herbst nicht mehr der Wahl stellen. Wer ihnen nachfolgen wird, wird erst in den kommenden Wochen in den Parteigremien entschieden werden.

Zu seinem Abschied meint Blazovich (Bild oben): „Meinerseits ist nicht beabsichtigt, eine dritte Periode zu machen. Ich bin seit 1992 in der Politik und in verschiedensten Funktionen tätig gewesen. Nun bin ich seit zwei Perioden Bürgermeister und jetzt ist das Motto gekommen ‚Alles hat seine Zeit.‘“

„Es wird viel von Wertschätzung gesprochen und man glaubt, wenn man ein paar Euros mehr hergibt, ist es damit getan. Die Gemeinden werden aber mehr geknechtet, als dass man frei arbeiten kann. Das macht keinen Spaß mehr“, erklärt Johann Schedl (Bild unten), warum er nicht mehr antritt.

Johann Schedl: „Mein Lebensziel war nie, Bürgermeister zu werden. Ich bin eingesprungen, als man einen Kandidat gesucht hat und zunächst Vize geworden.“  |  BVZ

„Man kann eine Gemeinde nicht führen, sondern nur reagieren, weil man auf die Gnade von Beamten angewiesen ist, die Zeit haben für ihre Entscheidungen und selbst soll man immer sofort springen.“

Als aktuelles Beispiel nennt Schedl eine Zulage, die vor 15 Jahren in der Verwaltungsgemeinschaft beschlossen wurde, wobei dieser Beschluss nun binnen weniger Wochen aufgehoben werden muss.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Kandidatur der Bürgermeister Erwin Muschitz (Kaisersdorf), Christian Rohrer (Lutzmannsburg), Johann Balogh (Nikitsch), Walter Roisz (Ritzing) und Franz Haspel (Unterrabnitz-Schwendgraben).