Erstellt am 31. Dezember 2013, 23:59

Gemeinsames Marketing. WiBAG und Hoteliers tagten bei Runden Tischen über offene Fragen. Erstes Ergebnis ist ein gemeinsames Marketingbudget.

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REGION / Nachdem die privaten Hoteliers in Lutzmannsburg Sorgen über Gästerückgänge und die Konkurrenz durch das Hotel Sonnenpark äußerten, einigte man sich mit der WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland) im Juli, die offenen Punkte bei regelmäßigen Runden Tischen zu diskutieren (die BVZ berichtete). Thomas Angerer, Sprecher der Hoteliers, meint: „ Die Zusammenarbeit hat sich sehr positiv entwickelt.“ Dies sieht auch WiBAG-Geschäftsführer Franz Kast so: „Es gibt regelmäßige Runden, das funktioniert gut.“ Und auch Lutzmannsburgs Tourismusobmann Jürgen Rohrer ist zufrieden: „Das war einer der wichtigsten Punkte, dass man sich mit einer Regelmäßigkeit trifft und die Dinge offen diskutiert.“

Seitens der Bezirks-SPÖ drängt man allerdings mittlerweile auf konkrete Ergebnisse

„Mit einer guten Maßnahme ist es noch nicht gelungen, alle Player positiv zu begeistern. Wenn man seitens der Politik so viel Geld in die Hand nimmt und die Maßnahme noch nicht so gut ankommt, dann muss die Politik bereit sein, auch lenkend einzugreifen“, so Nationalrat Norbert Darabos. Und Landtagsabgeordneter Erich Trummer ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass das neue Jahr neue Ergebnisse bringt. Bis Ende März erwarten wir uns konkrete Maßnahmen.“ Laut Kast gibt es ein konkretes Marketing-Budget für das Jahr 2014. Auch Angerer bestätigt, dass man sich bis jetzt auf die Marketing-Maßnahmen konzentriert habe. Beim Konzept mit einem Budgetrahmen von etwa 400.000 Euro für 2014 seien Therme, WiBAG, Hoteliers und Tourismusverbände mit eingebunden.

Außerdem habe man ein Online-Buchungssystem gestartet, bei dem die großen gewerblichen Anbieter gemeinsam über die Webseite der Sonnentherme abrufbar sind. „Wir werden die anderen Punkte im Laufe des Jahres produktiv abarbeiten. Wir müssen an einem Strang ziehen“, so Angerer. Landtagsabgeordneter Manfred Kölly von der Liste Burgenland (LBL) fordert, dass von der Therme wieder verstärkt Senioren angesprochen werden sollen. „Die Spezialisierung auf Familien und Kinder ist gut und schön, aber Frequenzbringer unter der Woche sind die Senioren“, so Kölly. Kast meint dazu: „Das ist eine operative Entscheidung der Sonnenthermen-Geschäftsführung. Hier mischt sich die WiBAG nicht ein.“

„Für das Erlebnisthema entschieden“ 

Der Geschäftsführer der Sonnentherme und des Sonnenparks, Wolfgang Stündl, führt aus: „Zur Zeit ist keine Investition geplant, und ohne diese wird es das auch nicht geben.“ Man wolle diese Zielgruppe auch gar nicht speziell ansprechen. Die Geschäftsführung der Sonnentherme habe sich für das Erlebnisthema entschieden. Stündl weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es in den anderen Thermen ein nicht gut ausgelastetes Ruheangebot gäbe. Tourismusobmann Jürgen Rohrer hingegen meint, dass man den Punkt Ruhebereich nicht aus den Augen verlieren soll. „Familie ist mehr als Mama und Papa, es gehören auch Oma und Opa dazu“, so Rohrer.