Erstellt am 14. August 2013, 00:00

Gerettet nach Schiffbruch. Kaisersdorfer in Sicherheit / Nach einer dramatischen Rettungsaktion auf hoher See sind die beiden Pazifik-Reisenden Christian Eckhardt und Irene Humer in American Samoa.

Auf Bora Bora: Christian Eckhardt auf der Jacht »Gobo«.  |  NOEN

KAISERSDORF /  „Einzig unsere Pässe, Kreditkarten, zwei Jacken, Hose und T-Shirt waren dabei. Wir umarmten unsere Retter und wurden in ein Quartier verwiesen“, so schildert Christian Eckhardt aus Kaisersdorf die dramatischen Minuten der Rettung auf hoher See.

Rapide Wetteränderung vor American Samoa

Christian Eckhardt aus Kaisersdorf und Irene Humer aus Oberösterreich starteten im Juni 2012 ihre Reise durch den Pazifik (die BVZ berichtete) und kauften dafür die Segeljacht „Gobo“. Vergangene Woche mussten sie ihr Boot aufgeben. Nachdem sie bereits mit Materialproblemen zu kämpfen hatten und sich nach Suwarrow, einem Atoll der Cook-Inseln, retten konnten, stachen sie nochmals in See.

Jedoch änderte sich drei Tage danach das Wetter kurz vor American Samoa rapide. „Aufgrund des Stresses für die Bootsstruktur brach die Ringstruktur an mehreren Stellen“, erklärt er. So entschied man sich, mit dem Wind in Richtung Norden zu segeln, da es schonender für das Boot sei.

Jacht schweren Herzens aufgegeben

Bald sahen die beiden die Lichter eines Fischerbootes. Mit Signalraketen verschaffte man sich Aufmerksamkeit. Schweren Herzens musste man die „Gobo“ aufgeben. Mit einem dramatischen Manöver retteten sich Eckhardt und Humer auf das Fischerboot.

„Wir kamen sicher in Pago Pago auf American Samoa an, wo wir nun verweilen. Wir wurden hier mit einer unvergleichlichen Freundlichkeit aufgenommen. Wir sind hier in Sicherheit“, so Eckhardt.

Noch keine Pläne für die Zukunft

„Wir waren technisch, körperlich und geistig von Profis bestätigt topfit auf alles vorbereitet und wären wir das nicht gewesen, dann wäre die Sache anders verlaufen. Dass alles so koordiniert verlief, verdanken wir einzig und allein unserer Sicherheitsmaxime und unserem Können“, so Eckhardt.

Eigentlich wollten die beiden auf Samoa als Lehrer arbeiten und sukzessive das Boot restaurieren. „Wir wissen über unsere zukünftigen Pläne noch nicht Bescheid“, meint er. Eckhardt steht aber mit der Küstenwache der USA in Kontakt und gibt nun ein Seminar, um Rettungseinsätze auf hoher See sicherer zu machen.