Erstellt am 08. April 2015, 06:35

von NÖN Redaktion

Ringen um Tourismus. Welche Struktur aufgrund des neuen Tourismusgesetzes derzeitigem Regionalverband folgt, wird heftig diskutiert.

Eine der Zielgruppen: Das Mittelburgenland zielt auch auf Radtouristen ab.  |  NOEN, Erwin Wodicka/Bilderbox.com

Der Tourismus sorgt im Bezirk für einigen Diskussionsstoff. So hatten dieser Tage der Regionaltourismusverband Blaufränisch Mittelburgenland, Deutschkreutz‘ Ortschef Manfred Kölly und die Gemeinde Lutzmannsburg (Dienstag nach Redaktionsschluss) zu Runden Tischen zum Tourismus eingeladen.

Dass der Erfolg des Tourismus im Mittelburgenland stark von der Qualität der Zusammenarbeit sowie der Bündelung und des effektiven Einsatzes der Marketingmittel abhängen wird, war übereinstimmende Meinung jener, die der Einladung des Regionaltourismusverbandes gefolgt sind. Die Erkenntnis „nur gemeinsam sind wir stark“ wäre außerdem von allen bestätigt worden, heißt es von den Tourismusverbands-Obleuten Michael Höferer und Eva Stifter.

Beratungsfirma wurde engagiert

Dies sehen auch Bürgermeister Landtagsabgeordneter Rudolf Geißler (ÖVP) und sein Kollege Erich Trummer (SPÖ) so. Geißler meint, dass es ein sehr aufschlussreiches Gespräch war. „Es soll nicht zuviel verstreut werden, die finanziellen Kräfte sollen im Bezirk bleiben.“ Trummer meint: „Es gab eine von den Anwesenden und auch mir persönlich favorisierte einhellige Auffassung, die ich auch persönlich vertrete, dass es eine möglichst große mittelburgenländische Lösung braucht.“

Auch ein Vertreter des Tourismusberatungsunternehmens Kohl & Partner war beim Runden Tisch. Dieser präsentierte ein Konzept zur Erarbeitung und Realisierung der zukünftigen Strukturen des mittelburgenländischen Tourismus.

„Faktum ist, dass sich der Regionalverband auflösen wird und lediglich die Destination Lutzmannsburg die Voraussetzung für einen eigenständigen Tourismusverband erfüllt“, heißt es vom Tourismusverband. Bei der anschließenden Diskussion herrschte auch in diesem Punkt Übereinstimmung, dass die Unterstützung des nunmehrigen Prozesses durch einen externen Experten zielführend ist.

"Sind bestrebt, selbstständig zu bleiben"

In dem weiteren Prozess werden alle – auch jene, die dem neuen Tourismusgesetz kritisch gegenüberstehen – eingeladen, ihre Ideen und Konzepte einzubringen. „Wichtig ist, dass wir auch in Zukunft im Mittelburgenland an einem Strang ziehen“, sind sich die beiden Obleute des Regionalverbandes einig.

Nicht anwesend beim Runden Tisch war Deutschkreutz‘ Bürgermeister Manfred Kölly, der mit den Gemeinden des Blaufränkischlandes einen eigenen Verband plant. Diesbezüglich gab es ein Gespräch zwischen den Bürgermeistern der Gemeinden Deutschkreutz, Neckenmarkt, Horitschon, Lackenbach, Raiding und Ritzing, wie Kölly auf Anfrage der BVZ ausführt.

„Wir haben besprochen, wie wir mit der Situation umgehen und haben auch eine Arbeitsgruppe gegründet, um den Ist-Zustand zu analysieren.“ Diese Woche soll es einen Termin mit Tourismuslandesrätin Michaela Resetar geben, dort soll ausgelotet werden, was im Rahmen des neuen Tourismusgesetzes möglich ist „Wir sind bestrebt, selbstständig zu bleiben und, dass die Freiwilligkeit in den Tourismusverbänden erhalten bleibt“, so Kölly.