Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

Golfen über Grenzen. Planungen laufen / Zwischen Deutschkreutz, Harkau und Kophaza soll ein grenzüberschreitender Golfplatz entstehen.

Präsentation: Obmann Markus Wieder (2.v.r.), seine Stellvertreter Paul Kerschbaum (r.) und Hans Werner Wild (2.v.l.), Schriftführerin Claudia Pingitzer und Bürgermeister Manfred Kölly.  |  NOEN

REGION /  Auf 70 Hektar soll zwischen Deutschkreutz, Harkau und Kophaza ein grenzüberschreitender Golfplatz entstehen. Über Details wurde am Freitag bei der Generalversammlung des Golfclubs Blaufränkischland informiert. Kassier Markus Kirnbauer präsentierte den Plan und informierte über den aktuellen Status des Projektes. „Wir haben in puncto Umweltverträglichkeitsprüfung und Flächen bereits intensivste Vorarbeiten geleistet“, so Kirnbauer. Man habe schon bei den beteiligten Gemeinden vorgesprochen. Auch wurde bereits um Förderung beim Verein mittelburgenland plus angesucht, im Juni wird dies von der Leader-Kommission behandelt. „Da der Golfplatz grenzüberschreitend ist, haben wir auch die Möglichkeit, bei der EU um Förderungen anzusuchen“, erklärte Kirnbauer.

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Für die Querung der Eisenbahnschienen ist eine Unterführung geplant. Der vorliegende Plan sei aber keinesfalls endgültig, falls sich im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung oder bei den Verhandlungen mit den Grundeigentümern noch Änderungen ergeben.

Präsident Markus Wieder erläuterte, dass er sich die Bodenbeschaffenheit gemeinsam mit zwei Greenkeepern angeschaut hätte. „Ein Golfplatz braucht viel Sand, diese Voraussetzungen sind gegeben“, so Wieder. Er berichtete, dass vor allem das Clubhaus bei den meisten Umweltverträglichkeitsprüfungen für Golfplätze ein heikler Punkt sei. Beim geplanten Projekt wolle man aber das ehemalige Zollgebäude als Clubhaus nutzen, da das Gelände bereits aufgeschlossen sei.

Bei der Gemeinderatssitzung in Deutschkreutz am Sonntag wurde diesbezüglich ein Grundsatzbeschluss gefasst, dass sich der Verein Golfclub Blaufränkischland unter Einhaltung der Auflagen das Zollgebäude an der Grenze als Clubhaus verwenden darf. „Der Verein muss eine Planung vorlegen, eine Finanzierung aufstellen, ein Zeitfenster bekannt geben und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen“, erklärte Bürgermeister Manfred Kölly. Laut Kölly soll auch eine Golfschule angedacht werden, damit der soziale Verwendungszweck des Grenzgebäudes gegeben ist. „Die Gemeinde steht hinter dem Projekt, weil es nicht nur für die Gemeinde, sondern für die ganze Region Vorteile bringt“, so Kölly.

Derzeit auf der Suche nach Investoren 

Die Kosten für den Golfplatz belaufen sich auf etwa 70.000 bis 75.000 Euro pro Loch. Insgesamt soll er etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Man hat eine Investorenmappe erstellt, mit der man nun versuchen wird, Investoren zu finden. Auch Sponsoring von Winzern und lokalen Wirtschaftsbetrieben ist angedacht, etwa dass jedes Loch auf dem Golfplatz nach einem Wein benannt wird.