Erstellt am 21. August 2013, 12:42

Gremium für Lösungssuche. Kleinwarasdorf | Ein Gremium aus Gegnern der geplanten Bio-Hühnerfarm soll gemeinsam mit der Gemeinde nach Alternativlösungen suchen.

Weitere Schritte | Die geplante Hühnerfarm in der Nebersdorfergasse in Kleinwarasdorf sorgt weiterhin für Aufregung. Angst vor Geruch, Lärmbelästigung, Feinstaub, Grundstückswertminderung wegen der geplanten Hühnerfarm mit 18.000 Hühnern befürchten die Bewohner.

Harte Gegner-Kritik an Info-Veranstaltung

Bürgermeister Rudi Berlakovich lud im Amtsgebäude in Kleinwarasdorf zu einer Infoveranstaltung, wo sich Gegner und Befürworter ein hitziges Wortgefecht lieferten. Die Gegner sind sich einig: „Wir geben nicht auf und kämpfen weiter bis wir wieder ruhig schlafen können, ohne an die Gefahr einer Hühnerfarm denken zu müssen.“

Umweltanwalt Hermann Frühstück, Experten vom Land und ein Betreiber einer Bio-Hühnerfarm in Baumgarten wurden eingeladen, um über die Situation zu informieren. Die Gegner des Projekts bekritteln, dass sie nur Einblick in die Jugend-, Studien- und Arbeitsjahre eines Redners und sein Leben neben Ställen erhielten.

„Wir gingen nach diesen langatmigen Vorträgen uniformiert, ermüdet, frustriert und beschimpft nach Hause“, so die Gegner.

Betreiber: Grundstückstausch ok, aber „es dürfen keine Mehrkosten entstehen“

Bei der Veranstaltung kam auch der Vorschlag eines Grundstückstausches. Bürgermeister Rudi Berlakovich hätte nichts gegen einen Standortwechsel. Auch der Betreiber Thomas Rozsenich junior hätte nichts gegen einen Grundstückstausch. „Ich bin nicht dagegen. Die Grundstücke müssen nur eins zu eins getauscht werden. Es dürfen keine Mehrkosten entstehen“, so Rozsenich.

Ortschef Rudi Berlakovich schlug den Gegnern des Projektes vor, ein Gremium aus fünf bis sechs Gegnern zusammenzustellen.

„Mit diesem Gremium aus Gegnern des Projektes wird sich die Gemeinde bereits am kommenden Wochenende zusammensetzen und nach Alternativlösungen suchen. Wir werden versuchen, dass wir zu einer vernünftigen Lösung kommen“, so Berlakovich.