Erstellt am 27. Februar 2013, 00:00

Grippe: „Zum Impfen ist es nie zu spät“. Anstieg bei Erkrankten / In den Arztpraxen des Bezirks konnte man vor allem am vergangenen Wochenende eine Häufung feststellen.

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BEZIRK / „In den vergangenen zwei Wochen hatten rund ein Drittel der Leute, die zu mir in die Praxis kamen, Beschwerden in Richtung eines grippalen Infektes“, erzählt Arzt Thomas Horvatits. Von den 180 Patienten waren sechs mit echter Grippe dabei. Am vergangenen Wochenende hat er eine Häufung von Fällen feststellen können. „Ich denke, dass die Grippewelle zirka mit zwei Wochen Verspätung – etwa im Vergleich zu Wien – zu uns kommt, und vielleicht daher auch noch nicht der Höhepunkt erreicht ist.“ Horvatits spricht sich auch klar für die Grippeimpfung aus. „Es wäre sinnvoll, wenn man eine höhere Durchimpfungsrate erreichen könnte, da die Influenza langwierig sein und auch mit Komplikationen verlaufen kann.“

Auch in der Ordination von Gabriele Rother vermeldet man in den vergangenen Wochen einen massiven Anstieg an Patienten mit Infekten. „Es ist eine Mischung aus Fällen mit schweren viralen Infekten und der klassischen Influenza“, erklärt sie. Dass sich die Grippewelle nicht so rasch eindämmen lässt, führt sie auch darauf zurück, dass viele relativ krank in die Arbeit gehen. „Daher reißt die Welle dann nicht ab. Wenn ich mir wirklich keinen Krankenstand leisten kann, dann ist es vernünftiger, sich mit einer Impfung zu schützen. Zum Impfen ist es auch nie zu spät“, führt Rother weiter aus.

„Noch eine Grippewelle im März“ 

Arzt Stefan Karall glaubt, dass der Höhepunkt der jetzigen Grippewelle bereits überschritten ist. „Die vergangenen 14 Tage waren heftig, vorige Woche war extrem.“ Er meint aber weiters, dass im März nochmals eine Grippewelle kommen wird. Im Februar gab es 50 echte Grippefälle und 900 grippale Infekte im gesamten Burgenland, so die Auskunft aus dem Büro des Gesundheitslandesrates. „Erstmals gibt es für Österreich Empfehlungen zu Grippe-Impfungen für das gesamte Gesundheitspersonal, sowohl in den Spitälern als auch im niedergelassenen Bereich. Die Impfung muss, weil sich der Influenzavirus ständig ändert, jährlich erneuert werden“, meint man weiter.

Persönlich schützt sich der Gesundheitslandesrat seit 13 Jahren mit einer Impfung. „Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, erzählt Peter Rezar.

Impfen schützt: Für die Grippe-Schutzimpfung ist es nie zu spät. Diese muss aber jedes Jahr erneuert werden.

Waldhäusl/Holesch Adam