Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

„Gut Aiderbichl“ an der Grenze Deutschkreutz. AM GRENZÜBERGANG /  Kölly bekräftigt seinen Plan, ein Tierheim zu bauen. Es soll ein grenzüberschreitendes Projekt werden.

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DEUTSCHKREUTZ/RATTERSDORF /  Im Haus, das den Grenzübergang in Deutschkreutz beherbergt hat, soll ein Tierschutzhaus entstehen. „Ich habe an dem Gebäude Interesse bekundet seitens der Gemeinde und es gibt auch einen privaten Investor für ein Tierschutzhaus“, so Bürgermeister Manfred Kölly (LBL). Kölly macht sich bereits seit 2009 für dieses Projekt stark. Er könne sich ein Tierheim in der Art von Gut Aiderbichl vorstellen, so der Deutschkreutzer Ortschef.

Land unterzeichnet Vertrag,  der Verkauf ermöglicht

Bisher war die Verwertung der ehemaligen Grenzübergänge nicht klar geregelt. In der Vorwoche unterschrieben Straßenbaulandesrat Helmut Bieler und Hans-Peter Weiss von der Bundesimmobiliengesellschaft einen Vertrag, der die entsprechenden Zuständigkeiten bei den Grenzübergänge Nickelsdorf, Klingenbach, Deutschkreutz, Rattersdorf, Heiligenkreuz im Lafnitztal und Bonisdorf regelt. „Die Unterzeichnung dieses Vertrages ist eine wichtige Etappe zur Verwertung der Liegenschaften. Denn nur mit der daraus resultierenden Rechtssicherheit ist ein Verkauf der Liegenschaften möglich“, erklärt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer BIG. „Wir werden damit im Jahr 2012 alle Objekte öffentlich zum Kauf ausschreiben.“

Kölly will in nächster Zeit Gespräche in puncto Realisierbarkeit führen. Landesrat Falb-Meixner (ÖVP), der für die Tierschutzagenden zuständig war, wäre sehr von dem Projekt angetan gewesen, so Kölly. „Ich hoffe, dass auch der jetzige Landesrat das so sieht.“ Aus dem Büro von ÖVP-Landesrat Andreas Liegenfeld heißt es, dass man zum derzeitigen Zeitpunkt keine Auskunft über den konkreten Fall in Deutschkreutz machen könnte. Kölly macht sich auch Hoffnungen auf Förderungen von der EU, da es sich um ein grenzüberschreitendes Projekt handelt. „Die Ungarn würden ein paar Hektar Land beisteuern“, erklärt Kölly.

In Rattersdorf ist man sich noch nicht sicher, was mit der Anlage passieren soll. Neben dem Grenzübergang in Rattersdorf betrifft dies in der Großgemeinde auch das ehemalige Zollamtsgebäude in Klostermarienberg. „Wir sind daran interessiert, dass die Liegenschaften einer Nutzung zugeführt werden“, meint Mannersdorfs Bürgermeister Rudolf Draskovits auf Anfrage der BVZ. Ob die Gemeinde selbst auch eine Liegenschaft kaufen wird, kann der Ortschef noch nicht sagen. „Das kommt auf das Angebot und den Zustand der Gebäude an, derzeit ist es nicht so, dass wir etwas kaufen wollen“, erklärt Draskovits. Ausschließen wollte der Bürgermeister das aber nicht.

„Wir warten auf ein Gespräch und auf eine schriftliche Information. In Klostermarienberg muss das Gebäude auch bewertet werden, danach richtet sich eine eventuelle Nachfrage.“

Bei der Vertragsunterzeichnung: Baudirektor Hans Godowitsch, Landesrat Helmut Bieler und Hans-Peter Weiss von der Bundesimmobiliengesellschaft

LANDESMEDIENSERVICE

Besichtigung: Johann Steinhofer, Landtagsabgeordneter Werner Gradwohl, Bürgermeister Manfred Kölly und der damalige Landesrat Werner Falb-Meixner bei einer Besichtigung im Jahr 2010.