Erstellt am 13. November 2013, 10:32

Gute Apfelernte dank Bewässerung. Bezirk Oberpullendorf | In Klostermarienberg kann man sich dank Bewässerungsmöglichkeiten über eine quantitativ und qualitativ gute Ernte freue

Gute Ernte: Johann Plemenschits zieht für dieses Jahr eine gute Bilanz.  |  NOEN
Obstbau | Rechtzeitig zum Tag des Apfels am zweiten Freitag im November, der heuer am 8. November zelebriert wurde, ist auch rund um Klostermarienberg, das im Burgenland zu den Hauptanbaugebieten für das Obst gehört, die Ernte beinahe abgeschlossen.

„Goldener Herbst“ erleichterte Vieles

„Ein großer Dank dem Wettergott für den goldenen Herbst, ohne diesen wäre die Ernte um einiges schwieriger gewesen“, berichtet Johann Plemenschits, Obstbauverbands-Präsident des Burgenlandes und auch selbst Obstbauer in Klostermarienberg. Insgesamt meint er zur Apfelernte: „Heuer war das Zauberwort Bewässerung.“

Die Wetterverhältnisse waren in diesem Jahr schwierig, es gab Regen bis Ende Juni und dann extreme Trockenheit. Schwierig sei es in diesem Jahr vor allem gewesen, Jungbäume durchzubringen, da diese noch über keine tiefen Wurzeln verfügen und daher kein Wasser aus dem Boden erhalten können.

Kleinfruchtige Äpfel als Problem

„Wer über Bewässerung verfügte, hat die Trockenheit gut überstanden, und hat auch eine qualitativ und quantitativ gute Ernte“, berichtet er weiter. In Klostermarienberg selbst sei bei vielen Anbauflächen Bewässerung möglich, daher habe man auch eine schöne Ernte eingefahren. „In anderen Regionen dagegen hatte man damit große Probleme“, so Plemenschits.

Dort kämpfen die Apfelbauern vor allem mit zu kleinfruchtigen Äpfeln, die am Markt nicht verkaufbar sind. „Diese können dann nur mehr als Pressobst verwendet werden, und sind dadurch nur mehr ein Drittel wert“, führt der Obstbaupräsident aus.

Vergangenes Jahr war kostendeckend

Was die Äpfelbauern tatsächlich für ihre Ernte bekommen werden, wird man erst in einem Jahr wissen. Denn die Äpfel werden auf Kommission an die Vermarkter verkauft. Diese verkaufen sie dann weiter und verrechnen auch ihre eigenen Kosten, etwa für Lagerhaltung.

„Das vergangene Jahr ist abgeschlossen. Nach drei Jahren mit für uns unterpreisigem Ergebnis waren 2012 die Kosten gedeckt“, führt Plemenschits aus. Auch für dieses Jahr erwartet der Obstbaupräsident, dass die Produktionskosten gedeckt werden können.

Auch Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld erklärt, dass das Obst in diesem Jahr von guter Qualität sein wird. „Die Obstbauern haben eine qualitativ hohe Ernte eingefahren und das sollte auch von den Konsumenten genutzt werden“, so Liegenfeld.