Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

Handler: Produktion ab Herbst. 130 neue Jobs /  Mit 80 Arbeitnehmern soll Ende Oktober der Betrieb in Neutal aufgenommen werden. Weitere 50 Arbeitnehmer sollen in den nächsten eineinhalb Jahren dazukommen.

Beim Lokalaugenschein: Betriebsrat Hermann Pernsteiner, Betriebsleiter Wolfgang Seidl, Abgeordneter Erich Trummer, Hannelore Binder, Gabi Tremmel, Landesrat Peter Rezar, Landeschef Hans Niessl, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, Geschäftsführer Markus Handler, Klaudia Friedl und Christian Vlasich. Foto: Grabner  |  NOEN, Grabner

NEUTAL / Ende Oktober soll die Produktion der Firma Handler Bau und Zimmerei in Neutal anlaufen. Wie die BVZ berichtete, sollen dort Holzriegel-Fertigteilelemente angefertigt werden. „Wir glauben, dass die Mischbauweise künftig ein zentrales Thema im Bau sein wird, da es für den Häuslbauer aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades leistbarer wird“, führt der Geschäftsführer der Handler Bau GmbH, Markus Handler, aus.

80 Leute werden ab Oktober am Standort Neutal arbeiten, weitere 50 sollen innerhalb der den nächsten eineinhalb Jahre aufgenommen werden. „Wir wollen 12 Millionen Euro umsetzen, wobei der Umsatz auf fünfzehn Millionen in den nächsten 3 bis 5 Jahren sukzessive wachsen soll“, erklärt Handler.

Dass sich das Unternehmen aus Bad Schönau für Neutal als neuen Standort für die Zimmerei entschieden hat, hat laut Handler drei Gründe: die strategisch gute Lage an der S31, die im Vergleich zum derzeitigen Standort zum Hauptmarkt 20 Minuten erspart, die tolle Unterstützung vom Land und das großzügige Platzangebot. 53.000 Quadratmeter hat die Firma im Neutaler Betriebsgebiet erworben, knappe 20.000 Quadratmeter werden nun in der ersten Ausbaustufe befestigt. „Wir haben versucht die wirtschaftlich angespannte Situation zu nutzen. Wir wollten handeln und nicht abwarten, sondern die Zukunft selbst gestalten“, erklärt Handler.

Das ist auch die Devise der SPÖ Burgenland, die im Rahmen ihrer Radtour Halt für einen Lokalaugenschein auf der Baustelle machte. Mit einer aktiven Arbeits- und Wirtschaftspolitik will man das Burgenland durch die Wirtschafts- und Finanzkrise führen. „Die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen, ist eine wesentliche Aufgabe der Politik“, betonte Landeschef Hans Niessl. „Aus der Krise kann man sich nicht heraussparen, sondern nur herausinvestieren. Aufträge der öffentlichen Hand sind eine Maßnahme, aktiv etwas gegen die Arbeitslosigkeit zu tun.“

SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Peter Rezar erläuterte, dass im Bezirk seit 2007 803 EU-finanzierte Projekte mit Förderungen von 20 Millionen Euro realisiert wurden, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von 62 Millionen Euro ausgelöst haben. „Die Schaffung von Arbeitsplätzen mit gerechter Entlohnung gehört zur zentralen Arbeit der SPÖ“, so Rezar. „Erklärtes Ziel im Bezirk bleiben 15.000 unselbstständig Beschäftigte.“