Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Heim mit Schwerpunkt Wachkoma und Hospiz. ERÖFFNUNG / Das Pflegeheim St. Peter wurde eröffnet. 75 Betten, davon 55 für die Allgemeinpflege, stehen zur Verfügung.

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OBERPULLENDORF / „Ich war sehr krank, aber ich fühle mich hier wohl. Die Ärzte, Schwestern und Pfleger sind Engel ohne Flügel. Sie lesen uns das Gewünschte von den Augen ab“, machte eine Heimbewohnerin bei der offiziellen Eröffnung des neuen Pfkegeheims St. Peter in Oberpullendorf Betreibern und Personal wohl das schönste Kompliment.

13,5 Millionen Euro wurden von der Burgenländischen Pflegeheim-Betriebsgesellschaft, einem Public-Private-Partneship-Modell zwischen VAMED und KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GesmbH), investiert). 75 Pflegebetten stehen nun am Standort Oberpullendorf zur Verfügung, davon sind 55 Betten für die Allgemeinpflege vorgesehen. Weiters wurden erstmals im Burgenland 15 Betten für Wachkomapatienten und 5 Hospizbetten eingerichtet. „Das ist eine echte Spezialeinrichtung. Die Nähe vom Krankenhaus ist dabei von essenzieller Bedeutung“, beont Gesundheitslandesrat Peter Rezar. In diesen Bereichen sind die Zimmer mit Medikamenten- und Versorgungseinheiten für physikalische Therapie und Meditation ausgerüstet. Auch ein Besuchs- und Aufenthaltsraum für Angehörige steht bereit.

Generell wurden bei der Errichtung des Pflegeheims sowohl Pflegekonzept als auch räumliche Situation auf neue Beine gestellt. Oberste Ziele der neuen Pflegephilosophie sind eine hohe Lebensqualität und das Gefühl der Geborgenheit für die Bewohner. Sie sollen leben können, wie sie es von zu Hause gewohnt sind. „Es soll einen natürlichen Tagesablauf geben, es wird gemeinsam gekocht, gegessen und auch gebügelt“, schildert Geschäftsführer Bernhard Schuster. Neben der Möglichkeit der individuellen Beschäftigung werden auch abwechslungsreiche Aktivitäten wie Handarbeiten, Garten und Musizieren angeboten. Ein besonderes Schmuckstück des Hauses ist der Garten der Sinne mit Springbrunnen, Blumen- und Kräuterbeeten, Holzskulpturen sowie Parkbänken.

„Diese Einrichtung hat nicht nur für die Stadt und das Mittelburgenland, sondern für das ganze Burgenland einen hohen Stellenwert“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl, der zur Eröffnung gemeinsam mit Gesundheitslandesrat Peter Rezar symbolisch den Schlüssel überreichte.

Symbolische Schlüsselübergabe: Walter Troger (VAMED), Regina Sellmeister, Gottfried Koos (VAMED), Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Peter Rezar, Pflegedienstleitung Barbara Seidl, KRAGES-Pflegedirektorin Renate Peischl, Geschäftsführer Bernhard Schuster, Magdalena Spanitz und Gerald Trummer.

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