Erstellt am 25. Juni 2015, 06:16

Hilfe bei Kirschenernte. In den Ort integriert: In Horitschon wohnhafte Asylanten werden für sechs Wochen für die Kirschenernte beschäftigt.

Große Hilfe für die Obstbauern: 12 Asylanten aus Horitschon helfen beim Kirschen pflücken.  |  NOEN, BVZ
Die Kirschenernte in Horitschon ist zurzeit in vollem Gange. Hilfe bekommen die beiden Ostbauern und Brüder Emmerich und Erwin Kohlmann von den in Horitschon wohnhaften Asylanten.

x  |  NOEN, BVZ
„Die Arbeit mit den Asylanten läuft tadellos, es gibt keine Probleme. Sie sind sehr fleißig und arbeiten brav“, schilderte Emmerich Kohlmann.

Die beiden Obstbauern erkundigten sich beim Arbeitsmarktservice wegen Erntehelfern. Da weder österreichische noch ungarische Erntehelfer verfügbar gewesen sein sollen, kam man auf die Idee, Asylanten aus dem Heimatort anzustellen.

Arbeiter hilft beim Dolmetschen

„Da mein Bruder und ich Kirschen im großen Stil bzw. jeder einen Obstbaubetrieb haben, brauchen wir Jahr für Jahr Erntehelfer. Somit können wir die Asylanten in Horitschon unterstützen. Auch die Zusammenarbeit ist sehr interessant. Sie erzählen uns Geschichten von ihrer ehemaligen Heimat. Hier bekommt man eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge“, so Kohlmann.

Ein Arbeiter kam bereits vor Jahren im Alter von 18 nach Horitschon und hilft den Kohlmann-Brüder neben der Kirschenernte auch beim Dolmetschen.

„Er hat bereits einen Hauptschulabschluss und will im Herbst die Abendform der Handelsakademie besuchen. Er spricht perfekt Deutsch. Die anderen Arbeiter verstehen jedoch auch teilweise die deutsche Sprache“, fügt Kohlmann hinzu.