Erstellt am 02. Oktober 2013, 14:57

Hochburg der Radler. Bezirk Oberpullendorf | Laut Verkehrsclub Österreich gehören die Mittelburgenländer zu den fleißigsten Radfahrern im Land.

Fleißige Radlerin: Roswitha Gullner ist fast täglich mit dem Rad in Oberpullendorf unterwegs.  |  NOEN
Statistik |  Eine aktuelle Analyse des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass durchschnittlich 68 Prozent der Burgenländer und -innen zumindest ab und zu mit dem Rad unterwegs sind. Im Mittelburgenland ist dieser Anteil mit 76 Prozent sogar am höchsten. Im Nordburgenland sind durchschnittlich 70 Prozent der Bevölkerung mit dem Rad unterwegs, im Südburgenland 61 Prozent.

Bedingungen im Mittelburgenland besser als in vergleichbaren Regionen

Christian Gratzer vom VCÖ führt aus: „Wenn der öffentliche Verkehr nicht so gut ausgebaut ist, und die Bedingungen für das Radfahren gut sind, dann wird auch mehr Rad gefahren. Diese zwei Komponenten korrelieren.“ Die Bedingungen im Mittelburgenland seien besser als in vergleichbaren Regionen, meint Gratzer weiter. Er betont auch, dass man Ortsgebiete und Siedlungen bestmöglichst mit dem Radwegenetz verbinden sollte.

Der Tourismusverband Blaufränkisch Mittelburgenland startete vor Kurzem ein Projekt, dass die Radtouristen vermehrt in die Ortskerne bringen soll (die BVZ berichtete). Dazu sollen unter anderem Informationstafeln aufgestellt werden, die die Sehenswürdigkeiten beschreiben.

Für den Tourismus im Bezirk Oberpullendorf sehr wichtig

Regionaltourismusverbandsgeschäftsführerin Dagmar Habeler erklärt zum derzeitigen Stand des Projektes: „Die Gespräche mit den Gemeinden zur Bestandsaufnahme sind abgeschlossen. Die Ausschreibungen für Grafik und Kartographie sind gemacht.“

Für den Tourismus im Bezirk Oberpullendorf seien die Radwege – das Netz im Mittelburgenland umfasst etwa 300 Kilometer – sehr wichtig, so Habelerer. „Es gibt sehr viele Anfragen für Gruppenreisen mit dem Rad. Es gibt auch einen online Tourenguide, der auch mit dem Handy abgerufen werden kann. Das wird sehr gut angenommen“, führt sie aus.

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