Erstellt am 24. Dezember 2014, 05:48

Hilfe für 140 Asylwerber. Diakon Gerhard Bollardt nimmt sich der Asylwerber in Horitschon und Unterfrauenhaid an. Spenden und ehrenamtliche Helfer werden benötigt.

Im Unterricht: Diakon Gerhard Bollardt bringt den Asylanten die deutsche Sprache bei. Foto: martinus  |  NOEN, martinus
In Horitschon und im sechs Kilometer entfernten Unterfrauenhaid sind in Gasthäusern rund 140 Asylwerber untergebracht. Der ständige Diakon und ehemalige ORF-Mitarbeiter Gerhard Bollardt nimmt sich der Asylanten in Horitschon und Unterfrauenhaid an.

„Wichtig, Amt des Diakons mit Leben zu erfüllen“

Bollardt wurde im November 2012 von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics zum Diakon geweiht. Schon davor, im Zuge seiner Ausbildung zum Diakon, hatte er im September 2011 mit einem ehrenamtlichen Deutschkurs für Asylwerber begonnen, der damals vier Stunden pro Woche umfasste. Derzeit finden zwei Kurse zu je sechs Stunden pro Woche statt.

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Bollardt macht dies rein ehrenamtlich. Alle Lehr- und Lernbehelfe und alle weiteren mit den Deutschkursen verbundenen Kosten werden von ihm selbst getragen.

„Es ist wichtig, das Amt des Diakons mit Leben zu erfüllen. Ich bin als Diakon ein Diener für jene Menschen, denen es nicht so gut geht. Ich fühle mich für jeden zuständig und habe für alle ein offenes Ohr und das wissen die Asylanten auch“, erklärt Bollardt.

Den Deutschkurs sieht Diakon Bollardt als Teil einer umfassenden Seelsorge für Menschen in Not. In vielen Fällen ist er der erste Ansprechpartner für die Asylwerber, er begleitet sie zu Ärzten und Behörden. Vor einem Jahr gründete Bollardt gemeinsam mit anderen Diakonen, Pfarrern und Lehrern den Verein „Flüchtlingshilfe Horitschon/Unterfrauenhaid“.

Besonderer Wert wird auf Bildung gelegt

Ziel des Vereins ist laut Statuten „die Förderung und Unterstützung von Flüchtlingen im mittleren Burgenland, insbesondere jener, die in Horitschon und Unterfrauenhaid untergebracht sind. Besonderer Wert wird auf Bildung, besonders auf Deutschkurse, gelegt.“

Die materiellen Mittel sollen durch Spenden, Subventionen und Mitgliedsbeiträge aufgebracht werden. Auch ehrenamtliche Helfer sind erwünscht. Der Verein ist mit der Caritas Diözese Eisenstadt verbunden, Spenden können steuerlich geltend gemacht werden.

Einzahlungen sind an die Caritas der Diözese Eisenstadt möglich. IBAN: AT34 3300 0000 0100 0652, BIC: RLBBAT2E. Der Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe Horitschon/Unterfrauenhaid“ ist unbedingt anzugeben.