Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

Hoteliers auf Barrikaden. ARGE gegründet / Sieben Hoteliers finden, dass es immer schwieriger wird, mit den Angeboten des Hotels Sonnenpark mitzuhalten. Seitens der WiBAG könne man die Kritik nicht verstehen.

 |  NOEN, Hotel Sonnenpark Lutzmannsburg

Sieben Hoteliers rund um die Therme haben sich zu einer ARGE zusammengeschlossen, um für ihre gemeinsamen Interessen einzutreten. Denn durch den Umbau und die Investitionen in die Therme sei die Wettbewerbssituation verschärft worden, so die Sorge der Hoteliers. Mit ins Boot wurde auch Peter Zellmann, Leiter des Institutes für Freizeit- und Tourismusforschung in Wien, geholt.

„Die Therme wurde mit öffentlichen Mitteln saniert und auch das Hotel Sonnenpark wurde mit Landesgeldern ausgestattet. Der neue Ruhebereich ist aber nur für Gäste des Hotel Sonnenpark zugänglich“, erklärt Zellmann. „Für Privatunternehmer wird es immer schwieriger, mit den Angeboten des Sonnenparks mithalten zu können.“ Zellmann will alle Beteiligten an einen Tisch holen, um ein gemeinsames Konzept zu finden. Sorgen bereite den Hoteliers nämlich auch die Ankündigung der WiBAG, das von ihr erworbene Hotel Vital Residenz zu einem Hotel mit bis zu 180 Betten auszubauen.

Franz Kast, WiBAG-Vorstand zu den Vorwürfen: „Wir können diese nicht ganz verstehen. Das Hotel Sonnenpark hatte vor dem Umbau eine Auslastung von 87 Prozent, jetzt sind es 92 Prozent. Diese fünf Prozent sind nicht die Welt.“ Laut Kast können die kleinen Hotels, welche sich auf Kinder spezialisiert haben, ein schönes Plus verzeichnen. Ob das Hotel Vital Residenz in Betrieb gehe, wird im Juni entschieden. „Wir werden sehen, ob die Partnerbetriebe einen Zuwachs nach dem Umbau verzeichnen können. Wenn das nicht der Fall ist, werden wir das Hotel nochmals eröffnen“, so Kast. Weiters wies er darauf hin, dass das Hotel 17.000 Nächtigungen zu verzeichnen hatte.