Erstellt am 26. Februar 2015, 05:20

Hund wurde erschossen. Bei einer Rauferei zwischen zwei Hunden griff ein Polizist außer Dienst ein und erschoss einen der beiden Hunde.

Vorfall: Ein 34-jähriger Polizeibeamter außer Dienst soll in Unterloisdorf aus Notwehr auf einen Golden Retriever Rüden geschossen haben. Foto: Shutterstock/Olena Brodetska  |  NOEN, Shutterstock/Olena Brodetska

Ein Golden Retriever-Rüde wurde in Unterloisdorf von einem 34-jährigen Polizeibeamten, der sich außer Dienst befand, mit seiner Privatwaffe erschossen – BVZ.at hatte berichtet:



Der Beamte, welcher in Wien stationiert ist und in Niederösterreich wohnt, ist im Besitz eines gültigen Waffenpasses.

Golden Retriever riss sich von Leine los

Eine 56-jährige Frau aus dem Bezirk spazierte mit ihren beiden Hunden, einem dreijährigen Golden-Retriever sowie einem 16-jährigen Schäfermischling auf einem Feld nahe Unterloisdorf. Beide Tiere waren angeleint, als sie über ein Feld in Richtung ihres Wohnhauses ging.

Plötzlich riss sich der Golden Retriever von der Leine los und lief auf den angeleinten Rauhaardackel einer 58-jährigen Frau zu, die sich in einer Entfernung von rund 50 Metern befand. In Begleitung dieser Frau war ihr Sohn, der 34-jährige Polizeibeamte aus dem Bezirk Tulln.

Polizist wird bei Staatsanwaltschaft angezeigt

Es kam zu einer Auseinandersetzung der beiden Tiere, worauf der Polizist diese trennen wollte. Als ihm dies nicht gelang und er nicht ausschließen konnte, dass der Golden Retriever den Rauhaardackel töten und auch auf seine Mutter losgehen könnte, zog er seine Waffe und gab zunächst zwei Schüsse auf den Hund ab.

Da diese beiden Schüsse wirkungslos blieben, schoss er noch zwei Mal auf den Golden Retriever, der dann starb. Der Polizist wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.

„Die Vorgangsweise des Polizisten halte ich für äußerst problematisch. Der Vorfall wurde der Dienstbehörde Wien bereits mitgeteilt. Nach Abschluss der Erhebungen werden wir der Staatsanwaltschaft einen Bericht wegen der Tötung des Hundes vorlegen. Dort wird eine Entscheidung fallen“, schildert Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl.