Erstellt am 14. August 2013, 00:00

Interessent für Windräder. In Steinberg-Dörfl / Nachdem nach Windmessungen im Jahr 2011 ein Windpark-Projekt in der Gemeinde geplatzt ist, gibt es derzeit Vorerhebungen für ein anderes.

Von Michaela Grabner

STEINBERG-DÖRFL / Dem Vernehmen nach soll es in Steinberg-Dörfl neuerlich Pläne für ein Windpark-Projekt geben. Bürgermeisterin Klaudia Friedl bestätigte auf Anfrage der BVZ, dass es tatsächlich einen Interessenten gibt, der diesbezüglich Kontakt mit der Gemeinde aufgenommen hat.

Erste Pläne gab es schon vor drei Jahren

Bereits im Jahr 2010 hatte es ja Pläne für einen Windpark in der Gemeinde gegeben – die BVZ berichtete. Damals wollte ein Interessent je vier Windräder in Steinberg bzw. Dörfl errichten.

In beiden Ortsteilen gibt es ausgewiesene Eignungszonen für Windenergie basierend auf einer Studie der Raumplanungsabteilung des Landes Burgenland aus den Jahren 2004/2005 – jeweils mindestens 1.000 Meter vom Siedlungsgebiet entfernt. Das Projekt wurde aber nach den dafür im Jahr 2011 durchgeführten Windmessungen eingestellt.

Erst Vorerhebungen betreffs Realisierbarkeit

Das aktuelle Projekt steckt erst mitten in der Vorerhebungsphase, die klären soll, ob die Windräder überhaupt so errichtet werden können, dass ein wirtschaftlicher Betrieb gegeben ist. Dazu muss laut Bürgermeisterin Klaudia Friedl zuallererst einmal grundsätzlich geklärt werden, ob man seitens des Landes der Errichtung von 205 Meter hohen Windrädern die Zustimmung erteilt.

Es gibt zwar schon mehrere Windräder dieser Größenordnung im Burgenland, allerdings sind in der Eignungszone in Steinberg-Dörfl derzeit nur Windräder mit einer Maximalhöhe von 140 Metern erlaubt. „Nur mit der größeren Höhe können allerdings die notwendigen Windmengen erreicht werden, bei der geringeren Höhe zahlt sich das nicht aus“, erklärt Bürgermeisterin Friedl.

„Wenn es keine Zustimmung gibt, wissen wir, dass man ein Windpark-Projekt wahrscheinlich ein- für allemal vergessen kann. Aber dann haben wir es wenigstens versucht. Ich will mir nicht vorwerfen lassen, dass wir uns eine Einnahmemöglichkeit bzw. ein ökologisches Projekt einfach durch die Lappen gehen haben lassen.“