Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Ja zu Krankenhaus und Marke Mittelburgenland. BEKENNTNIS / Landeshauptmann Hans Niessl fand im Zuge der Exkursion „Klub vor Ort“ klare Worte zu brennenden Themen.

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OBERPULLENDORF/BEZIRK / Klare Aussagen hat Landeshauptmann Hans Niessl im Zuge der Exkursionsserie „Klub vor Ort“ in zwei wichtigen Fragen getroffen, die das Mittelburgenland derzeit beschäftigen. Er gab einerseits erneut eine Standortgarantie für das Krankenhaus Oberpullendorf ab, andererseits bestärkte er, dass die Beibehaltung der Identität des Mittelburgenlandes im Tourismus außer Frage steht.

„Es ist nicht im entferntesten angedacht, dass das Krankenhaus geschlossen wird“, unterstreicht Niessl. Um diese Bestandsgarantie geben zu können, müsse man Strukturen ändern. „Strukturveränderungen führen zu einer Steigerung des Leistungsangebots“, meint Niessl.

Im Tourismus soll es laut Niessl künftig unter der Dachmarke Burgenland die Marken Neusiedler See, Mittelburgenland und Südburgenland geben. Das Mittelburgenland soll weiter als Mittelburgenland vermarktet werden - auch mit seinen Prädikaten wie Blaufränkischland, Sonnenland, etc.

Niessl betonte auch, dass im Zuge des Budgets 2011 45 Millionen Euro ins Mittelburgenland fließen sollen, zum Beispiel für die Verlängerung der S31 als Landesstraße, die Förderung von Vereinen, Wohnbauförderung, Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie Förderungen alternativer Energiequellen und Mobilität. In Wirtschaftsprojekte sollen 2011 im Mittelburgenland rund 2 Millionen Euro fließen unter anderem für die MCI Neutal, Gneist Consulting Neutal, das Autohaus Simon in Stoob Süd und den Novumverlag Neckenmarkt. Im Bereich des Tourismus sind 2,5 Millionen Euro an Geldern reserviert, zum Beispiel für eine Qualitätsoffensive der Hotelbetriebe rund um die Sonnentherme, ein Hotel in Ritzing und das Vamed-Pflegeheim in Oberpullendorf.

Dazu kommen noch die Gelder für das Krankenhaus, die Altenheime und die Sozialleistungen, wodurch sich insgesamt eine Summe von knapp 100 Millionen Euro ergibt.

Soziallandesrat Peter Rezar und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits betonten, dass es keine Kürzungen bei wichtigen Sozialleistungen wie Arbeitnehmer-, Qualifikations- und Lehrlingsförderung geben wird. „2011 ist ein Sparbudget, aber wir haben darauf geachtet, dass weiter investiert wird, wo es notwendig ist, zum Beispiel bei den Zukunftschancen für junge Menschen“, sagt Klubobmann Christian Illedits. So wird es auch 2011 den Zuschuss fürs Semesterticket für Studierende oder den Lehrlingsförderungszuschuss geben. „Mit einer durchschnittlichen Lehrlingsförderung von 1.481,35 Euro bekommt ein geförderter Lehrling im Burgenland quasi eine 13. und 14. Lehrlingsentschädigung“, rechnet Soziallandesrat Peter Rezar vor. Der Fahrtkostenzuschuss wird um den Verbraucherpreisindex (+ 1,9 Prozent) angehoben.

Im Zuge von „Klub vor Ort“ besuchte die SPÖ auch einige Betriebe wie die Firma Leier in Horitschon. „Es ist leichter politische Themen zu diskutieren, wenn man sich zu den Bürgern hinbewegt“, so Illedits. „Bürgernähe war immer ein Erfolgsrezept der SPÖ Burgenland.“

Informierten über ihre Vorstellungen zur Zukunftsregion Mittelburgenland: Landesrat Peter Rezar, Landeshauptmann Hans Niessl und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits.