Erstellt am 20. Mai 2015, 08:29

von NÖN Redaktion

Aufregung um "Park"-Verkauf. ASFINAG bietet "Park" in Kalkgruben Privaten und Gemeinde zum Kauf an. "Wir machen erstmal nichts", so Ortschef Zweiler.

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Ärger herrscht zurzeit im Ortsteil Kalkgruben, darüber, dass eine öffentlich genutzte Fläche von der ASFINAG, Privaten zum Kauf von der ASFINAG angeboten wird. „Die ASFINAG bietet zwei Privaten 1.620 Quadratmeter landwirtschaftliche Fläche an, worauf sich unter anderem eine Bushaltestelle, ein Kriegerdenkmal, eine Telefonzelle und der Gemeindeankünder befinden. Dieser Verkauf hätte schön längst im Rahmen der Dorferneuerung mit der Gemeinde geschehen sollen“, zeigt sich der davon Betroffene Michael Geißler verärgert.

Gemeinde könnte Fläche erwerben

Auch die Gemeinde Weppersdorf mit Bürgermeister Erich Zweiler bekam einen Bescheid, die Fläche in Kalkgruben käuflich erwerben zu können. „Ich mache im Moment nichts. Die Gemeinde hat diesen ‚Park‘ schon Ewigkeiten gepflegt. Wenn es ein Privater kauft, muss er das Ganze auch pflegen“, so Zweiler. Für den Ortschef ist klar: „Das Kriegerdenkmal abreißen oder die Bushaltestelle versetzen, lasse ich nicht zu. Außerdem warum soll ich etwas kaufen, das ich das ganze Jahr als Gemeinde betreue.“

Seitens der ASFINAG heißt es: „Mit dem Bundesstraßenübertragungsgesetz aus dem Jahr 2002 hat die ASFINAG über 2.000 Grundstücke in ganz Österreich vom Bund erhalten (und dafür bezahlt). Dazu zählen Flächen entlang der Autobahnen- und Schnellstraßen sowie Grundstücke entlang ehemaliger Bundesstraßen, darunter auch das an der Landesstraße B 50 gelegene Grundstück in der Katastralgemeinde Kalkgruben.“

"Zuversichtlich für rasche Lösung"

Und weiter: „Grundstücke, welche wir selbst nicht benötigen, versuchen wir zu verkaufen. Dazu werden stets die unmittelbaren Grundstücksanrainer und in jedem Fall auch die Gemeinde sowie das Land informiert. Dies erfolgt vor allem auch deshalb, damit wir ein eventuell vorliegendes öffentliches Interesse abklären können.“

Auch im Fall Kalkgruben seien selbstverständlich die Gemeinde Weppersdorf und das Land Burgenland angeschrieben worden.

„Diese haben uns über die öffentlichen Einrichtungen am Grundstück informiert und mit uns Gespräche aufgenommen. Wir sind zuversichtlich, dass wir rasch eine gute Lösung finden werden.“