Erstellt am 12. März 2014, 10:49

Kaufkraft fließt ab. Bezirk | Die Bilanz zeigt ein Minus von 17,1 Millionen Euro. Wirtschaftskammer sieht Bezirk als guten Standort mit gutem Warenmix.

Burgenländischer Kaufkraftindex: Dieser gibt das Kaufkraftniveau der Region pro Einwohner oder Haushalt im Vergleich zum burgenländischen Durchschnitt an. Dieser hat den Wert 100.  |  NOEN
Eine Erhebung im Auftrag der Wirtschaftskammer (WK) Burgenland zeigt, dass es pro Jahr einen Zufluss von 0,9 Millionen Euro und einen Abfluss von 18 Millionen Euro Kaufkraft im bzw. aus dem Bezirk gibt.

Dennoch: Stadtkern lädt um Verweilen ein

Dies erklärt WK-Regionalstellenleiter Alexander Kraill so: „Die Bezirke Eisenstadt und Oberwart haben eine sehr starke Konzentration an Handelsflächen sowohl im kurz,- mittel,- und langfristigen Bedarf und punkten auch mit großen Möbel- und Elektrogeschäften, die landesweit Kaufkraft anziehen.“

Der Warenmix im Bezirk sei nach wie vor attraktiv. „Den Flair einer Einkaufsstadt macht nicht nur das Aneinanderreihen von Geschäften aus, geschweige denn Satelliteneinkaufsbereiche, die nur mit dem Auto erreichbar sind“, so Kraill. Oberpullendorf habe nach wie vor einen funktionierenden intakten Stadtkern, der zum Verweilen einlade. Darauf und auf einen stimmigen Warenmix müsse man setzen, wenn man der Entwicklung entgegen wirken will.

„Kunde braucht Flair der Einkaufsstadt, wo sich was tut“

Auch der Online- und Versandhandel seien in manchen Branchen eine Herausforderung. „Es muss dem stationären Händler gelingen die Vorteile herauszuarbeiten, damit der Kunde im Geschäft kauft, und andererseits braucht der Kunde den Flair der Einkaufsstadt, wo sich was tut“, so Kraill.

Erfreulich ist die Kaufkraft-Eigenbindung, die mit 67 Prozent im Bezirksvergleich sehr hoch ist. Die WK führt dies darauf zurück, dass die Mittelburgenländer heimatverbunden sind und man fast alles im Bezirk kaufen kann.

Daten 2013

Kaufkraftbilanz -17,1 Mio. Euro
Zufluss 0,9 Mio .Euro
Abfluss 18 Mio. Euro
Kaufkraftvolumen  170 Mio. Euro
Bezirkseigenbindung 67 Prozent

Quelle: CIMA Beratung

Lesen Sie zum Thema auch den dieswöchigen Kommentar von Michaela Grabner: