Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

„Keine Krise in BECOM“. Gerücht / Nach momentaner Überkapazität gab es vereinzelte Kündigungen. Seit 2012 wurden aber 20 Mitarbeiter aufgenommen.

Umsätze steigen weiter: Zum 25-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2010 konnten sich die Geschäftsführer Johann Bock und Franz Klein -im Bild mit Landeschef Hans Niessl und Vize Franz Steindl - erstmals über einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro freuen. Auch heuer wird eine Steigerung erwartet.  |  NOEN

HOCHSTRASS / Gerüchte über Kündigungen und Probleme in der Firma BECOM machen derzeit im Bezirk die Runde. Tatsache ist, dass per 30. April fünf Mitarbeiter gekündigt worden sind, per 31. Mai sollen nochmals sieben dazukommen. Großteils handelt es sich um MitarbeiterInnen aus der Produktion.

Die meisten davon seien Teilzeitkräfte, so Betriebsratsvorsitzende Hermine Supper-Schlögl. „Das verstehe ich nicht, da gerade Teilzeitkräfte für ein Unternehmen nicht teuer sind“, meint sie. Auch für Juni seien Maßnahmen angekündigt, so die Betriebsratsvorsitzende der BECOM.

Geschäftsführer Franz Klein beruhigt: „Die BECOM ist in keiner Krise. Es gab momentan eine Überkapazität.“ Diese kam zustande, da Aufträge verschoben worden sind. „Diese Kündigungen entsprechen neun Vollzeitäquivalenten. Wenn ich diese Anpassung nicht mache, dann gefährde ich noch viel mehr Arbeitsplätze“, führt Klein weiter aus.

Auch in Zukunft würden die Aufträge in der BECOM immer mehr wie Projekte ablaufen und immer maschinenintensiver werden, damit man die Stückzahlen, die vom Kunden gewünscht werden, fertigen könne. „Es kann sein, dass wir in Zukunft hoch qualifizierte Mitarbeiter aufnehmen, während wir weniger angelernte Personen brauchen“, so Klein. Der Geschäftsführer erklärt weiters, dass man seit dem Vorjahr bis vor 14 Tagen über zwanzig Personen im Unternehmen aufgenommen habe. Ingesamt beschäftigt man derzeit knapp 300 Personen.

Trotz einer schwierigen Marktlage für die Elektroindustrie – in Österreich, Deutschland und der Schweiz sind die Umsätze um acht Prozent gefallen – kann man sich in der BECOM selbst über Steigerungen freuen. „In der BECOM gibt es jedes Jahr gute Umsätze, auch heuer wird es mehr Umsatz geben als voriges Jahr“, so der BECOM-Geschäftsführer.

Am 15. Mai gibt es in der BECOM ein Beratungsgespräch laut § 92 Arbeitsverfassungsgesetz mit Vertretern der Gewerkschaft und der Arbeiterkammer, bei dem über Möglichkeiten wie etwa Kurzarbeit, Bildungskarenz oder Ähnliches gesprochen wird. „Es wäre unser Bestreben, dass sich in dieser Richtung etwas tut“, so Betriebsratsvorsitzende Supper-Schlögl.