Erstellt am 24. Februar 2016, 10:33

von Dieter Dank

Keine Rettung für Zielpunkt. Pforten geschlossen / Nach der Insolvenz der Zielpunkt-Kette wurde nun auch die in Horitschon ansässige Filiale zugesperrt. Die Suche nach einem Nachfolger blieb bisher erfolglos. HORITSCHON / Noch vor Beginn des Insolvenzverfahrens am 30.

Schmerzvoller Weg: Susi Krizmanich, Birgit Posch, Gitti Leser, Zsanett Balogh, Luise Dank, Alexandra Duschanek, Angelika Prikoszovich, Petra Trimmel, Kathi Landauer und Erika Fleischhackl bewiesen bis zum bitteren Ende ihre Loyalität gegenüber ihrem ehemaligen Arbeitgeber. Am vergangenen Montag unterschrieben sie bei der Arbeiterkammer ihre Kündigungen.  |  NOEN, zVg

Noch vor Beginn des Insolvenzverfahrens am 30. November des Vorjahres kam es innerhalb des Zielpunkt-Marktes in Horitschon zu massiven Umbauarbeiten der Regalkonstruktion.

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Wie sich im Nachhinein herauskristallisierte, sollten durch Maßnahmen wie diese 110 Filialen österreichweit einer großen deutschen Lebensmittelhandelsgruppe zur Übernahme schmackhaft gemacht werden. Diese rückte jedoch von ihrem Vorhaben wieder ab.

Vorletzten Montag sperrte dann der Standort in Horitschon zu. An jenem Montag, an dem die Bundeswettbewerbsbehörde beschlossen hatte, einem Mitglied eines europaweit operierenden Konzerns den Einstieg aufgrund des Kartellrechtes zu verbieten.

„Die Behörde leitete mit diesem Entschluss, genauso wie im Fall der Filiale St. Margarethen, eine Monopolstellung zugunsten eines Mitbewerbers ein. Zusätzlich wurde die schon höchst angespannte Arbeitslosensituation weiter verschärft“, so eine enttäuschte langjährige Mitarbeiterin der Zielpunkt-Filiale.

Heger: "Sehr um Nachmieter bemüht"

Auch Horitschons Bürgermeister Peter Heger findet die Schließung sehr bedauerlich, betont aber: „Obwohl diese Causa nichts mit der Gemeinde zu tun hat, sind wir gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer, der Familie Wallner, sehr bemüht, zügigst einen Nachmieter zu finden. In dieser Woche wird es erneut Gespräche mit Lebensmittelketten geben.“

Dass es Gespräche mit Interessenten gibt, bestätigten auch die beiden Geschäftslokalbesitzer Gerhard und Rupert Wallner. Ihnen hat das Aus der Niederlassung sehr weh getan.

„Unser höchstes Interesse und unsere Priorität gilt nun dem Bestreben, unser Anwesen erneut an einen Lebensmittelhändler zu verpachten. Wir stehen zurzeit mit mehreren Interessenten in Kontakt, dürfen aber aufgrund der laufenden Verhandlungen keine Namen nennen“, so die Wallners. Vor Mitte oder Ende März werde keine Entscheidung fallen.

Geschichte: Am 17. Februar öffnete Zielpunkt in Horitschon zum letzten Male seine Türen.