Erstellt am 17. Juli 2013, 00:00

„Keine Sperrstunde für die Polizei“. Unterschriftenaktion / Eine Bürgerinitiative aus Kobersdorf, darunter auch Vizebürgermeistermeisterin Martina Pauer, macht sich für die bundesweite Änderung im Polizeigesetz stark.

Für den Erhalt der Polizeiinspektionen: Rudi Pfneisl, Eva Maria Klietmann, Martina Pauer und Helmut Thrackl.  |  NOEN

KOBERSDORF / „Es sind Gerüchte im Umlauf, dass es im Burgenland zu Schließungen von Polizeiinspektionen kommen soll. Wir befürchten, dass davon auch Kobersdorf betroffen sein könnte. Daher ist es uns ein Bedürfnis, eine überparteiliche Bürgerinitiative zu gründen, um den Raubbau an unserer Sicherheit hintanzuhalten“, erklärte Vizeortschefin Martina Pauer beim Startschuss der Bürgerinitiative „Keine Sperrstunde für die Polizei“ am Mittwoch. Damit die Bürgerinitiative im Nationalrat eingebracht werden kann, werden zumindest 500 Unterschriften benötigt. Zur Seite steht ihr auch Eva Maria Klietmann als Juristin. „Unser großes Ziel ist es, dass im Sicherheitspolizeigesetz bundesweit objektive Kriterien festgelegt werden, unter welchen Voraussetzungen es in einer Ortschaft eine Polizeiinspektion geben muss“, so Klietmann. Berücksichtigt werden sollen dabei Faktoren wie Einwohnerzahl und geografische Lage. Die Polizeiinspektion Kobersdorf betreut neun Gemeinden. „Im Falle einer Schließung wäre die Sicherheitslücke sehr groß“, sind sich Pauer und Klietmann einig. „In den Sommermonaten werden wir die Bevölkerung per Folder informieren und um Unterstützung bitten“, so Pauer. Auch über die Polizeiinspektion in Draßmarkt wird gemunkelt, dass sie geschlossen werden solle. „Auch ich möchte unseren Posten erhalten. Eine Schließung wäre ein Raubbau an unserer Sicherheit“, erklärt Draßmarkts Ortschef Rudi Pfneisl. Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Werner Omischl dazu: „Seitens der Polizei wird momentan nicht daran gedacht, eine Änderung der Dienststellenstruktur im Bezirk herbeizuführen.“