Erstellt am 10. November 2010, 07:25

Klemens-Kirche feierte ihren 75. Geburtstag. „RUNDER“ /  Am Sonntag wurde in Oberpullendorf das 75. Kirchweih-Jubiläum gefeiert. 1949 wurde man eigenständige Pfarre.

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OBERPULLENDORF / „Ein Strom des Segens und der Freude soll von hier aus strömen“, sagte Kardinal Theodor Innitzer bei der Weihe der Oberpullendorfer Kirche. Inzwischen sind 75 Jahre vergangen. Das Jubiläum der Kirche wurde am Sonntag mit einem Dankgottesdienst begangen.

„Wieviele Gottesdienste wurden gefeiert, wie viele Gebete an Gott gerichtet, wie oft Sakramente empfangen, wie oft Gottes Barmherzigkeit und Schutz erfahren, wie oft Herzen der Menschen von Gott berührt - das weiß nur Gott allein und dafür wollen wir danken“, meinte Stadtpfarrer Jan Walentek zu Beginn der Messe.

75 Jahre Redemptoristen  in Oberpullendorf

Hauptzelebrant war Lorenz Voith, Pater Provinizial der Wiener Provinz der Redemptoristen. Denn die Redemptoristen waren es, die vor über 75 Jahren nach Oberpullendorf kamen und sahen, dass der Ort eine Kirche braucht. So kauften sie zunächst das ehemalige Hotel Klemm, um daraus ein Kloster zu machen.

Im Frühjahr 1935 starteten die Bauarbeiten für die Kirche, die bereits am 10. November des gleichen Jahres von Kardinal Innitzer im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas dem heiligen Klemens Maria Hofbauer geweiht werden konnte. „Der damalige Pfarrer von Mitterpullendorf setzte im Vorfeld alle Hebel in Kraft, um die Ansiedelung der Redemptoristen zu verhindern, weil er meinte dass damit eine Verdeutschung von Oberpullendorf beginnt“, schilderte Pater Provinzial Lorenz Voith die damalige Situation in der ungarischsprachigen Pfarre Mitterpullendorf. Erst am 1. Jänner 1949 wurde Oberpullendorf eine eigenständige Pfarre. Voith verriet auch, dass für die Fresken in der Kirche viele Oberpullendorfer Porträt stehen mussten, wie zum Beispiel die Kendöl-Brüder, die sich allesamt in den Dienst der Kirche stellten.

Vierzehn Rektoren und sechs  Stadtpfarrer seit 1935

Seit 1935 haben 14 Rektoren das Haus in Oberpullendorf geleitet, seit Gründung der Pfarre 1949 gab es 6 Stadtpfarrer. Die Seelsorger kamen aus Tschechien, Böhmen, Ungarn, Polen sowie aus verschiedenen Teilen Österreichs von Vorarlberg über Niederösterreich bis in die Steiermark. Aktuell ist Pater Jan Walentek aus der Warschauer Provinz der Redemptoristen, deren Ordensleute seit 2002 in Oberpullendorf wirken, Stadtpfarrer. Er wird unterstützt von den Patern Tomasz Jurkiewicz und Stanislaw Rutka.

Beim Dankgottesdienst: Tomasz Jurkiewicz, Josef Kendöl, Pater Provinzial Lorenz Voith und Stadtpfarrer Jan Walentek. Insgesamt elf Priester, darunter Redemptoristen der Provinzen Wien und Warschau, feierten die Messe mit.

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