Erstellt am 12. August 2015, 11:53

Verbandsanschluss für Lindgraben. Der Kobersdorfer Gemeinderat stimmte mehrheitlich für einen Anschluss an den Wasserverband.

Angelobung: Johann Fuchs aus Lindgraben folgt Ewald Gugler als SPÖ-Mandatar nach. Bürgermeister Klaus Schütz gratulierte.  |  NOEN

Die viel diskutierte Wasserversorgung in Lindgraben stand am Donnerstag auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. 

Die Frage, ob der Ortsteil an den Wasserverband angeschlossen werden soll oder ob das bestehende eigenständige Netz erhalten und saniert werden soll, erhitzt seit geraumer Zeit die Gemüter (die BVZ berichtete). Eine Initiative gründete sich, die sich für den Erhalt der Eigenständigkeit einsetzte.

Um den Willen der Bevölkerung zu erkunden, wurde vom Ortsausschuss eine Befragung durchgeführt, bei der alle, die auch bei der Landtagswahl Wahlberechtigten, stimmberechtigt waren. Die Initiative führte daraufhin eine eigene Umfrage durch, da die Vertreter der Meinung waren, dass der Termin schlecht gewählt war.

Bei dieser Umfrage konnte jeder Haushalt, also jeder Wasseranschluss, eine Stimme abgeben. Gemeinderat Werner Gradwohl (ÖVP) aus Lindgraben erklärte, dass zwei Abstimmungen kein gutes Signal nach außen gewesen waren. „Aber es war eindeutig, dass die Bevölkerung für eine eigene Wasserversorgung ist“, so Gradwohl.

Ortsvorsteher Arnold Gradwohl (SPÖ) führte aus, dass der Lindgrabener Ortsausschuss dem Gemeinderat empfehle, hier der Meinung der Bevölkerung zu folgen. „Schlussendlich muss das jeder Gemeinderat für sich entscheiden“, so Arnold Gradwohl.

Bürgermeister Klaus Schütz (SPÖ) führte aus, dass der Betrieb der Wasserversorgung nicht wirtschaftlich wäre. Vizebürgermeisterin Martina Pauer (ÖVP) meinte: „Wir haben schon viel diskutiert. Ich finde, wir sollten jetzt abstimmen und das auch geheim.“

Bei der folgenden Abstimmung mit Stimmzetteln sprachen sich 5 Gemeinderäte für den Erhalt der eigenständigen Wasserversorgung aus, 16 für einen Verbandsanschluss. „Wir werden seitens der Gemeinde nun die weiteren Schritte setzen und den Wasserverband informieren“, so Schütz. Die Initiative, die sich für den Erhalt der eigenständigen Wasserversorgung eingesetzt hatte, wird nun ein Rundschreiben herausgeben.

„Unsere letzte Aktion wird sein, dass wir uns in einem Rundschreiben bei der Bevölkerung bedanken“, so Franz Gradwohl von der Inititiave. Es sei das erste Mal, dass der Gemeinderat einer Empfehlung des Ortausschusses nicht gefolgt sei. „Der Gemeinderat ist obsolet und müsste im Prinzip zurücktreten. Der Gemeinderat repräsentiert nicht die Bevölkerung“, so Franz Gradwohl.