Erstellt am 17. September 2014, 07:03

„Waldquelle“: Forderung nach Schutz. Nach Fund eines Abbauproduktes des Pestizides Metazachlor will Mineralwasser „Waldquelle“ Brunnenschutzgebiet.

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„Wir brauchen dringend ein großflächiges Schutzgebiet rund um unsere Mineralwasserquellen in Kobersdorf“, so Geschäftsführer Gerhard Forstner. Vorrangiges Ziel sei es, sobald wie möglich ein großflächiges Schutzgebiet zwischen der Burgenland Schnellstraße S31 und der Landesstraße L330 nach Lindgraben zu erhalten.

Unternehmen: „Jetzt ist Handeln angesagt“

Erst vor kurzem hat eine

. Dieses Pestizid wird unter anderem im Rapsanbau verwendet.

„Dass die in der Regel ungefährlichen Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln bis in tiefere Schichten vordringen können, wurde erst in letzter Zeit durch stark verbesserte Analysemethoden festgestellt. Jetzt ist Handeln angesagt“, heißt es vonseiten der Waldquelle.

Sachliche Notwendigkeit muss geprüft werden

Der Grazer Hydrologe Johann Goldbrunner erklärt zur Errichtung von Schutzgebieten: „Der Einsatz grundwassergefährdender Substanzen in der Landwirtschaft wird per Bescheid verboten. Mithilfe dieser Maßnahmen, die auch einer wasserpolizeilichen Überwachung unterliegen, ist ein optimaler Schutz des wertvollen Mineralwasservorkommens gegeben.“

Paul Fritz, Hauptreferatsleiter des Hauptreferats Wasser- und Abfallrecht beim Land Burgenland meint zur Vorgehensweise, „dass zuerst geprüft wird, ob es eine sachliche Notwendigkeit für ein Schutzgebiet gibt. Wenn diese Hinweise hinreichend sind, dann wird ein Ermittlungsverfahren von der Behörde eingeleitet. Dann klären Sachverständige, ob die Ernennung erforderlich ist und wenn ja, in welcher Größe.“

Hier sei anzumerken, dass immer das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zum Tragen kommt, also dass das Ziel gerade noch erreicht wird.

Fritz: „Das Schutzgebiet wird mit Bescheid, der sich an die Grundeigentümer richtet, eingerichtet.“ Diese seien dann auch vom Wasserberechtigten zu entschädigen. Wie lange es dauern könnte, ein Brunnenschutzgebiet einzurichten, könne er nicht sagen: „Es ist ein mühsames und zeitintensives Verfahren.“