Erstellt am 22. Oktober 2014, 10:32

von NÖN Redaktion

Waldquelle: Verträge für Flächen bei Quelle. Antrag auf Brunnenschutzgebiet wird im November geprüft, Verhandlungen mit Grundbewirtschaftern fast abgeschlossen.

Vor der Quelle: Waldquelle-Geschäftsführer Mag. Gerhard Forstner hat nun auch Verträge mit den Bewirtschaftern der umliegenden Felder geschlossen.  |  NOEN, zVg

Am Montag konnte in puncto Schutz des Quellwassers bei der Waldquelle ein Erfolg vermeldet werden. Geschäftsführer Gerhard Forstner führte aus, dass fast alle Verträge mit den Bewirtschaftern der Gründe abgeschlossen seien, in denen sie dazu angehalten werden, die Flächen brachliegen zu lassen oder mit Bio-Landwirtschaft zu bewirtschaften.

Langfristige Verträge im Sinne der Bauern

Ein Betroffener sei noch ausständig, dieser betreibe aber ohnehin nur Grünlandbewirtschaftung. Trotzdem wolle man ihn ebenfalls noch ins Boot holen, so Forstner.

Er führte außerdem aus, dass die Berichterstattung nach dem Global 2000-Testbericht die Bereitschaft zu den Unterschriften erhöht habe, da auch das Verständnis für die Notwendigkeit gefördert wurde.

Bei besagtem Test wurde in einer Probe von Waldquelle Spuren eines Abbauproduktes eines Pflanzenschutzmittels nachgewiesen. Die Waldquelle zahlt den Bewirtschaftern 500 Euro pro Hektar pro Jahr Entschädigung. Die Verträge laufen bis 2020, also bis zum Ende der ÖPUL-Periode, dem österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft.

Die langfristigen Verträge seien auch im Sinne der Bauern, so Landesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP), da sie eine längerfristige Anbauplanung erlauben. Liegenfeld führte aus, dass das landwirtschaftliche Bezirksreferat mit seinem Leiter Johann Eichberger Gespräche mit fast allen betroffenen Grundstückbewirtschaftern geführt hätte. „Wir können daher auch davon ausgehen, dass wir die Schutzgebietsdefinition rasch abschließen können“, so Liegenfeld.

Großauftrag für Ungarn von Pepsi

Der Antrag auf Ausweisung eines Brunnenschutzgebietes zwischen der Burgenland Schnellstraße S 31 und der Landesstraße 330 nach Lindgraben ist derzeit bei der Landesregierung in Bearbeitung. Am 10. November wird es eine Vor-Ort-Begutachtung von Sachverständigen für das etwa 60 Hektar große Gebiet geben. Man wolle damit auch den Standort Kobersdorf in Zukunft absichern.

Heuer hat man bereits in eine neue Lagerhalle sowie eine moderne PET-Limonaden-Abfüllanlage investiert. Seit Kurzem hat man auch den Auslandsauftrag von Pepsi für Ungarn inne, der gesamte Bedarf für den ungarischen Markt wird in Kobersdorf abgefüllt. Im Vorjahr hat man bei Waldquelle insgesamt 173 Millionen Liter abgefüllt, heuer werden es etwa 185 Millionen sein. Für das nächste Jahr peilt man 240 Millionen Liter an, prognostiziert der Waldquelle-Geschäftsführer.

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