Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Kölly fordert ein Konzept für Bahnhof. Lösung für Bahnhof gesucht / Bei einem Gespräch mit den ÖBB konnte Ortschef Kölly vorerst die geplante Verlängerung der Gleise stoppen.

Fordert ein Gesamtkonzept für den Bahnhof in Deutschkreutz: OrtschefManfred Kölly.  |  NOEN

DEUTSCHKREUTZ / Die Strecke zwischen Deutschkreutz und Horitschon/Neckenmarkt soll endgültig eingestellt werden. Deswegen will die ÖBB laut Kölly die Gleise in Deutschkreutz verlängern lassen, damit die Züge wieder im Deutschkreutzer Bahnhof „übernachten“ können. Zurzeit fahren nur mehr vereinzelt Züge nach Horitschon/Neckenmarkt.

Bevor die Strecke nach Neckenmarkt verlängert wurde, äußerten Anrainer Beschwerden. Schuld daran waren die abgestellten Waggons, die im Winter beheizt und im Sommer gekühlt werden. „Jetzt sollen die Züge wieder in Deutschkreutz abgestellt werden, und keiner kümmert sich um die Anrainer“, so Kölly erzürnt.

„Gespräche wurden  bereits geführt“

 

Bereits vergangene Woche konnte Ortschef Kölly Gespräche mit den ÖBB führen und seine Wünsche und Forderungen anbringen. Bei dem Gespräch konnte der Ortschef die Verlängerung der Gleise vorerst stoppen. „Mein Wunsch ist es auch, dass wir den Transport von Holz wieder auf die Schiene bringen. Ein Lkw allein macht schon sehr viel Schaden für die Umwelt“, so Kölly.

„Ich will klare Verhältnisse, ob der Güterwegverkehr zwischen Oberloisdorf und Deutschkreutz weitergeht“, schildert Kölly. Tagtäglich kommen mehrere hunderte Pendler nach Deutschkreutz, um mit dem Zug auszupendeln. Die Gemeinde erweiterte bereits die Park&Ride-Anlage provisorisch. „Die Gemeinde muss alles aufrecht erhalten, wie zum Beispiel den Winterdienst durchführen und vieles mehr. Ich wünsche mir endlich ein vernünftiges Gesamtkonzept für unseren Bahnhof in Deutschkreutz“, fügt Kölly hinzu. Auf Anfrage der BVZ bei ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif hieß es: „Es stimmt, dass es Gespräche zwischen den ÖBB und der Gemeinde gibt.“ Da diese aber noch nicht abgeschlossen sind, wolle man noch keine Stellungnahme zu einzelnen Punkten abgeben.

„Der Rübenplatz  muss weg“

 

Ein weiterer Dorn im Auge ist Kölly der Rübenplatz in Deutschkreutz. Seiner Meinung nach sollte er nach Agfalva in Ungarn verlegt werden, es müsse eine vernünftige Lösung zwischen ÖBB, Agrana und Gemeinde getroffen werden. „Der Verkehr in Deutschkreutz würde sich endlich beruhigen, denn dann müssten die Lkw nicht mehr durch unsere Hauptstraße fahren. Wenn der Rübenplatz nicht verlegt wird, werde ich eine Unterschriftenaktion starten“, schildert Kölly.