Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Abhängigkeit auf höchster Ebene. Christian Pöltl über die gesteigerten Auf- und Abstiegskuriositäten Österreichs. Was verbindet den SV Markt St. Martin und den SC/ESV Parndorf? Dem Abhängigkeitsverhältnis des österreichischen Amateurfußballsystems ist es geschuldet, dass St.

Was verbindet den SV Markt St. Martin und den SC/ESV Parndorf? Dem Abhängigkeitsverhältnis des österreichischen Amateurfußballsystems ist es geschuldet, dass St. Martin gezwungener Maßen zum Parndorf-Fan werden müsste. Folgende Konstellation steht im Raum: Bei einem Sieg im Relegationsduell gegen Blau Weiß Linz könnte der angenommene Ostliga-Champ Parndorf in die Erste Liga aufsteigen, wodurch dem Drittletzten der Ostliga, Ritzing, der Abstieg ebenso wie dem Drittletzten der Burgenlandliga, Sigleß, erspart bliebe.

Dadurch würde es in der 2. Liga Mitte lediglich einen Absteiger geben und der aktuelle Vorletzte, St. Martin, wäre doch noch gerettet. Doch damit nicht genug. Mittels einer neu geschaffenen Ligareform trieb das ÖFB-Präsidium das Auf- und Abstiegswirrwarr auf eine neue Ebene. So wurde auch beschlossen, dass ab der Saison 2014/15 nur noch drei Amateurteams in der Regionalliga spielen dürfen.

Würden beispielsweise Wr. Neustadts Amateure in der niederösterreichischen Landesliga Meister, müssten etwa die momentan achtplatzierten Admira Amateure in ein direktes Relegationsduell und auch die drittplatzierten Mattersburger Amateure schienen gefährdet für die zu fördernden Amateurtalente des Landes eine sowohl kuriose als auch schädliche Systementwicklung.