Erstellt am 13. Mai 2015, 06:30

von Michaela Grabner

Ärgster Sturm hat sich gelegt. Michaela Grabner zum Thema Windpark-Erweiterungen.

Viel Wind wurde gemacht, bevor im Jahr 2005 die ersten sieben Windräder des Bezirks in Deutschkreutz errichtet wurden. Sogar eine Volksbefragung wurde damals vor dem Bau des Windparks durchgeführt, wobei sich 62 Prozent der Befragungsteilnehmer für den Bau ausgesprochen hatten. Die Gegner sprachen dagegen neben einer Beeinträchtigung der Lebensqualität vor allem auch von einer Zerstörung des Landschaftsbildes.



Heute – rund zehn Jahre später – stehen siebzehn Windräder im Mittelburgenland und zwar in Deutschkreutz und in Nikitsch. Über Geschmack kann man sich bekanntlich immer streiten, aber ob man die Windräder nun ästhetisch oder hässlich findet, so ist ihr Anblick doch irgendwie zur Gewohnheit geworden.

Allerdings geht es hier ganz speziell ums Augenmaß, denn Anlagen wie zum Beispiel der Windpark Andau/Halbturn mit 79 Rädern sind wohl mehr als gewöhnungsbedürftig. Wenn es aber um überschaubare Vergrößerungen geht – konkret in Deutschkreutz weitere fünf bis sechs Räder oder Ausbaupläne ähnlicher Größenordnung in Nikitsch – so dürfte wohl kaum mehr dagegen Sturm gelaufen werden.