Erstellt am 02. Juli 2014, 07:01

von Michaela Grabner

Aller guten Dinge sind drei?. Michaela Grabner über schulische Entwicklungen.

Das Beste für die Kinder ist nicht nur das, was Eltern, Politik und Schulbehörde wollen, sondern auch, was tatsächlich im Mittelpunkt stehen muss.

In Kroatisch Geresdorf – einem der drei Ortsteile der Gemeinde Nikitsch – wurde auf Wunsch der Eltern die Volksschule nicht stillgelegt, obwohl es nach derzeitigem Stand im Herbst nur drei Schüler geben wird. Das Minderheitenschulgesetz macht es möglich.

Dass es auch alternative Wege gibt, sieht man zum Beispiel an der ebenfalls kroatischsprachigen Gemeinde Großwarasdorf, wo seit vergangenem Schuljahr die Schüler aller vier Ortsteile an einem Standort zur Schule gehen, weil man meint, ihnen so eine bessere Infrastruktur und mehr Möglichkeiten bieten zu können.

Im Endeffekt geht es darum, den Kindern die besten Voraussetzungen für das weitere Leben mitzugeben. Vom Lernerfolg gibt es da bei einem Pädagogen für nur drei Kinder gegenüber einem für zum Beispiel zwanzig sicher Vorteile. Andererseits ist es dazu aber auch notwendig soziale Kompetenzen wie Team-, Konflikt- oder Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln, was in einer „Gruppe“ zu dritt wohl schwer möglich ist.