Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Allheilmittel oder bittere Medizin?. Michaela Grabner über eine weitere geplante Verbundlösung im Spital. Es heißt zwar Verbundlösung, aber die Geister im Gesundheitswesen scheiden sich daran. Gemeint ist die neue Organisationsform im Krankenhausbereich, die nun auch auf die chirurgische

Es heißt zwar Verbundlösung, aber die Geister im Gesundheitswesen scheiden sich daran. Gemeint ist die neue Organisationsform im Krankenhausbereich, die nun auch auf die chirurgische Abteilung des Oberpullendorfer Spitals ausgeweitet wird. Demnach wird es künftig kein eigenes Primariat mehr für die Chirurgie geben, sondern eine Lösung, bei der ein Primar mehrere Krankenhäuser betreut.

Die Befürworter sprechen von einer bewährten Organisationsform, einem Weg, der auch vom Rechnungshof sehr gelobt werde, und einer Maßnahme zur Qualitätssicherung. Verbund-Gegner meinen aber dagegen, dass die medizinische Qualität gerade unter derartigen Organisationsformen leidet. Sie befürchten eine Schwächung der medizinisch-therapeutischen Versorgung und weisen darauf hin, dass eine optimale Ausbildung der Turnusärzte nur mit einem täglich vor Ort verfügbaren Primar möglich sei. Wie Medizin organisiert werden muss, um eine bestmögliche und leistbare Versorgung zu gewährleisten, können nur die ausgewählten Experten festlegen. Für die Patienten muss unter dem Strich die beste Medizin herauskommen.