Erstellt am 30. März 2016, 05:04

von Michaela Grabner

Aufgeben tut man einen Brief. Michaela Grabner über den Kampf um die Erhaltung des Postamts.

Wenn man in Zukunft sagt, dass in Horitschon die Post ab geht, könnte man das leider sehr wortgetreu meinen. Die Post AG hat nämlich die Gemeinde darüber informiert, dass das Postamt auf Dauer nicht wirtschaftlich zu führen ist. Die Filiale sei defizitär und daher zur Schließung angemeldet. Die Regulierungsbehörde prüft nun die Anmeldung der Schließung. Bereits im Jahr 2010 drohte der Filiale das Aus.

Damals sammelte man 596 Unterschriften gegen die Schließung. Nun haben die Horitschoner wieder eine Unterschriftenaktion gestartet, um ihre Post zu retten. Auch in anderen Gemeinden des Mittelburgenlandes hat man versucht, auf diese Weise Schließungen abzuwehren.

Tatsache ist aber, dass in den vergangenen zehn Jahren sechs Postämter im Bezirk geschlossen wurden. Mittlerweile gibt es im Mittelburgenland nur mehr in Oberpullendorf, Lockenhaus, Weppersdorf und eben Horitschon Postämter sowie darüber hinaus einige Postpartner in Gemeindeämtern und Geschäften. Vielleicht hat man gerade deshalb, weil es nur mehr so wenige Postämter gibt, Erfolg beim Versuch dieses zu retten. Und aufgeben tut man ja bekanntlich nur einen Brief.