Erstellt am 06. August 2014, 05:01

von Michaela Grabner

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Michaela Grabner über die Pläne für die Gemeindewohnungen in der Augasse.

Leute übersiedeln, Siedlungshäuser abreißen, neue Wohnungen bauen: In den Wohnbauten in der Augasse wird im wahrsten Sinn des Wortes kein Stein auf dem anderen bleiben.

Dass da einiges an Herausforderungen auf die knapp über 50 Bewohner der 37 Wohnungen zukommen wird – von Übersiedelungen bis zu höheren Mietpreisen – liegt auf der Hand, wobei die Auswirkungen dieser Entscheidung für jeden Einzelnen individuell sehr unterschiedlich sein werden.

Und doch tut die Stadtgemeinde gut daran, sich einen Partner für den Neubau der reichlich in die Jahre gekommenen Wohnhäuser in der Augasse zu suchen.

Denn auf der Kehrseite der Medaille stehen für die Mieter hohe Betriebskosten aufgrund der bescheidenen Isolierung und überalterter Heizsysteme, Leitungen aus der Nachkriegszeit, die früher oder später w.o. geben werden, bereits desolate Stiegenhäuser und andere Spuren des Zahns der Zeit.

Vielleicht könnte man an den über 70 Jahre alten Häusern mit einigen kleineren Sanierungsmaßnahmen ein paar Jahre Zeit schinden. Aber schlussendlich würde dadurch das Problem nur zeitlich verlagert. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.