Erstellt am 21. Januar 2014, 23:59

von Christian Pöltl

Bezirksgrenzen als Hemmschuh. Christian Pöltl über die Abstiegsangst gefährdeter 2. Liga-Teams.

„So wie es ist, so kann es bleiben. So hab ich es mir gewünscht.“ Der Song von „Ich+Ich“ könnte als Synonym für die Abstiegsunwilligkeit der 2. Liga gelten. Parallel dazu steht die großteils eingeschränkte Aufstiegslust der 1. Klasse.

Die Bezirksgrenzen sind es, die die beiden Ligen trennen. Wiesen, den letzten Vertreter des Mattersburger Bezirks in der 1. Klasse, treibt eben diese Derbylust nach oben an.

Loipersbach, Hirm und Antau wollen den Abstieg um jeden Preis vermeiden, wäre dieser doch auch mit finanziellen Einbußen durch Zuschauerschwund aufgrund mangelnder Brisanz gleichzusetzen. Die Derbylust öffnete bereits die Vereinskassen: „Besser jetzt investieren, um die Liga zu halten, als in die 1. Klasse, um wieder aufzusteigen“, wollen die Funktionäre den bereits vollzogenen Weg über die 1. Klasse in die 2. Liga nicht neuerlich wiederholen müssen – nachvollziehbar, ebenso wie die Investitionsfreude der Vereine.

Dies wiederum führt dazu, dass sich trotz Punktepolster kaum ein 2. Liga-Team des hinteren Drittels sicher fühlen kann – speziell bei einem Szenario mit drei Absteigern. Und doch wäre aufgrund der Konstellation auch in diesem Falle klar: Der schwere Gang würde zumindest für einen Mattersburg-Vertreter über den Sieggrabener Sattel führen.