Erstellt am 01. Juni 2016, 12:04

von Michael Heger

Der richtige Weg abseits der Reform. Michael Heger über die Ritzinger Kaderplanung und die Zukunftsvisionen.

In letzter Zeit ist es ruhig geworden in Sachen Ligareform in der Bundesliga. Bei einem Treffen mit allen in Frage kommenden Vereinen kam man (wie erwartet) auf keinen gemeinsamen Nenner. Deswegen wird eine Reform wohl erst nach Ende der Saison 2017/18 – also nach Auslaufen des aktuellen TV-Vertrags – möglich sein.

Schwierig gestaltet sich angesichts dessen die Planung bei ambitionierten Regionalligisten, wie der SC Ritzing einer ist. Was soll man tun? Soll man in die nächste Saison investieren, wo mit ziemlicher Sicherheit auch im Falle des Meistertitels eine Relegation um den Aufstieg warten würde oder soll man sich auf die darauffolgende Meisterschaft konzentrieren, wo es im Falle einer Aufstockung der beiden obersten Ligen wohl mehrere Aufsteiger geben könnte?

In Ritzing investierte man das letzte halbe Jahr in die Entwicklung der Mannschaft – und der Weg scheint zu stimmen. Der Großteil der Mannschaft soll gehalten werden, der Kader jedoch wird um den einen oder anderen Spieler verkleinert. „Qualität statt Quantität“ heißt die neue Devise am Sonnensee.

Junge, sehr gut ausgebildete Talente wie Christoph Kobald und Sebastian Punz ergänzen die Routiniers wie Mario Sara und Tomas Jun perfekt. Auch die lange verletzten Stammkräfte zeigten sich zuletzt gut erholt. So ist auch der Titel in Reichweite, abseits jeglicher Ligareformen.