Erstellt am 27. März 2013, 09:40

Der Wunsch der Mehrheit ist Befehl. Michaela Grabner über den geplanten Handymast in Kaisersdorf.

Es gibt kaum einen Handymast, dessen Errichtung nicht von irgendeiner Form des Widerstandes begleitet wird. Unterschriftenaktionen, Protestmärsche, alles Mögliche hat man im Bezirk schon erlebt. In Kaisersdorf sah es lange danach aus, als ob der dort geplante Mast nur mit einem freudigen „Endlich Empfang“ quittiert werden würde. Bei der kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlung, bei der unter anderem auch der geplante Handymast ein Thema gewesen ist, gab es keine kritischen Stimmen. Zur Beschlussfassung des Vertrags mit der Firma A1 im Gemeinderat vergangene Woche wurde aber nun von einem Bürger ein Schreiben eingebracht, der nach eigenen Angaben von rund einem Dutzend Gleichgesinnten unterstützt wird und eine Infoveranstaltung sowie Strahlenmessungen fordert. Auf der anderen Seite argumentiert die Gemeindevertretung damit, dass der Mast ein lang gehegter und vielfacher Wunsch der Bevölkerung sei. In einer Demokratie hat jeder das Recht seine Argumente und Meinungen einzubringen und gehört zu werden. In einer Demokratie entscheidet aber schlussendlich immer die Mehrheit.