Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Die Macht der Spieler steigt. Der Fall Demba Ba (der Hoffenheimer Stürmer provozierte mehrmals mit einem Streik einen Vereinswechsel) sorgte in Deutschlands Profifußball für Aufsehen – und lässt sich gut auf den Amateurfußball umlegen.

MICHAEL HEGER über den harten Abstiegskampf in der 2. Liga Mitte  |  NOEN
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Der Fall Demba Ba (der Hoffenheimer Stürmer provozierte mehrmals mit einem Streik einen Vereinswechsel) sorgte in Deutschlands Profifußball für Aufsehen – und lässt sich gut auf den Amateurfußball umlegen.Die Spieler wollen selbst bestimmen, wo sie spielen. Das ist ihr gutes Recht, doch Transfers durch diverse Aktionen zu erzwingen, gehört nicht zum guten Ton.

Wenn sich dann Klubs wehren, wie der ASV Draßburg im Fall Michael Schmiedl (er stand im Lauf des Herbstes plötzlich nicht mehr zur Verfügung, will aber nun zu Ligakonkurrent Forchtenstein wechseln), sorgt das für viel Aufsehen. Im Grunde genommen müssen die Vereine aber einen Weg finden, wie sie sich in Sachen Spieler eine gewisse Planungssicherheit zurückholen können.

Denn einige versuchen sich auch selbst bei einem neuen Verein ins Gespräch zu bringen, obwohl sie noch eine laufende Vereinbarung mit einem anderen Klub haben. Damit wird alles noch undurchsichtiger. Fairness steht am Transfermarkt eben oft nicht an erster Stelle – auch wenn sich dadurch ein Wechsel erzwingen lässt. Denn Fakt ist auch, dass es für die Klubs oft sinnlos ist, einen wechselwilligen Spieler mit „Gewalt“ zu halten.

m.heger@bvz.at