Erstellt am 17. Februar 2016, 09:15

von Michaela Grabner

Die Rechnung mit der Schule gemacht. Michaela Grabner über die Expositur-Lösung für die Neue Mittelschule Deutschkreutz.

Deutschkreutz kann aufatmen. Die Neue Mittelschule, die die im Burgenländischen Pflichtschulgesetz fixierte Mindestschülerzahl 80 im Schuljahr 2016/17 voraussichtlich nicht erreichen wird, bleibt als Expositur der Mittelschule Horitschon erhalten. Ein Modell, das langsam Schule macht, schließlich haben durch eine solche Kooperation auch die Mittelschulen Lockenhaus und Bernstein ihre Standorte abgesichert.

In der Praxis heißt das, dass sich zwei Schulen einen Leiter teilen und Synergien nutzen. Ursprünglich stand sicher ein Spargedanke hinter der Einführung von Mindestschülerzahlen. Diese variieren österreichweit stark – bei Volksschulen von drei bis hundert Schülern – wobei für eine Schließung weitere Kriterien wie Schülerzahlentwicklung, Entfernung zur nächsten Schule oder Zweisprachigkeit mitentscheidend sind.

Wie die Expositur-Lösungen in diese Überlegungen passen, ist höhere Mathematik der Behörden. Sich Kleinschulen zu leisten, bedeutet aber auch Kulturträger, Infrastruktur für Vereine und ein Angebot zu haben, das einen Ort für die Ansiedelung von Familien attraktiv macht. Für Deutschkreutz ist die Rechnung mit der nunmehrigen Lösung in jedem Fall aufgegangen.