Erstellt am 05. Oktober 2011, 08:34

Eigentlich ein Eingeständnis. OTTO GANSRIGLER über das Nichterscheinen des Referees vor dem Protestausschuss.

 |  NOEN
Vergangene Woche tagte endlich der Protestausschuss in der Causa des Oberpullendorfer Legionärs Pavol Kovac – der gegen Klingenbach nach einer Ampelkarte den Linienrichter beschimpft haben soll, dies aber vehement bestritt. Der Slowake hatte bis zur Sitzung schon zwei Spiele Sperre abgesessen. Das Maximum, das die Oberpullendorfer also herausholen konnten, war die Erlassung des dritten Spiels. Nach der Zusammenkunft durften sich die Mittelburgenländer tatsächlich über einen kleinen Erfolg freuen. Kovac durfte gegen Winden auflaufen.

Interessant war in diesem Fall aber die Tatsache, dass Referee Albert Wandl, der Kovac die drei Spiele einbrockte, vor dem Protestkomitee nicht erschien. Irgendwie hat diese Abwesenheit einen fahlen Beigeschmack und kommt einem Schuldeingeständnis sehr nahe. Hat sich hier jemand doch eines Besseren besonnen und dem Spieler durch die Nichtteilnahme an der Sitzung ein Spiel zurückgegeben?

Am Ende ein Teilerfolg für die Fußballmannschaften. Aber eines wurde klar: Wenn man einen Protest einlegt, muss der Spieler mindestens drei Spiele kassiert haben, denn das Protestkomitee tagt erst Wochen später. Ist die Sperre einmal abgesessen, dann gibt es bekanntlich ja keine Rechtsmittel mehr …