Erstellt am 07. Mai 2014, 09:18

von Dieter Dank

Ein Impuls und ein klares Zeichen. Dieter Dank über eine Banane, die unvergessen bleiben wird – und die auch hier schmeckt.

Wie kann man rassistischen Aktivitäten gegenüber Fußballern anderer Nationalitäten und Hautfarben effektiv entgegenwirken?

Dani Alves, der stämmige und am Feld stets kompromisslos agierende Brasilianer im Dress des FC Barcelona, zeigte es vor, wie es funktionieren kann. Beim 3:2-Sieg in Villareal wollte Alves einen Eckball ausführen, als plötzlich eine Banane in hohem Bogen von der Tribüne vor die Füße des 71-fachen Nationalspielers fiel.

Also bückte sich Barcas Kicker, hob die Banane auf und gönnte sich den gelben Leckerbissen. Der Südländer nahm die Provokation humorvoll auf – und gab dem Rassismus keine Chance. In einem Interview bedankte sich Alves sogar für den überraschenden Energieschub, lieferte er doch nach dem Verzehr noch zwei Assists zu Treffern.

Bald darauf folgten in sämtlichen sozialen Netzwerken unzählige Solidaritätsbekundungen, auf denen Profis sowie Amateurspieler rund um den Globus mit Bananen auf Bildern posierten und sich so gegen Rassismus aussprachen – so auch im Mittelburgenland, wie etwa Spieler aus Unterfrauenhaid, Frankenau oder Horitschon (Seite 69).

Gut so. Denn auch wenn es nur ein kleiner Impuls gewesen sein mag, ist es doch ein klares Zeichen, dass Fußball sowie der Sport im allgemeinen verbinden und nicht trennen soll – und dass stures Wegsehen gerade in solchen Situationen nicht gefragt ist.