Erstellt am 13. März 2013, 09:27

Ein „Schlüssel“ zum eigenen Heim. Michaela Grabner über das Projekt „organisierte Nachbarschaftshilfe“.

Die Fahrt zum Arzt, der Einkauf, der Schnee am Gehsteig: Es gibt vieles, was das Leben im eigenen Haus in einem höheren Alter schwer machen kann. Und oft ist es eine Summe solcher Kleinigkeiten, die ältere Menschen schlussendlich dazu zwingt, ihr Haus aufzugeben und eventuell sogar ihren Heimatort zu verlassen, um in eine Anlage für Betreutes Wohnen oder ein Heim zu gehen. Denn die Zeiten, in denen mehrere Generationen unter einem Dach gelebt haben, sind vorbei. Egal, ob Mann oder Frau, die meisten sind heute berufstätig und oft ist die jüngere Generation in andere Orte verzogen und kann daher nicht mehr so rasch und ständig helfen. 24 Stunden-Pflegerinnen können zwar Pflege und Hausarbeit abnehmen, viele der Damen, die zumeist aus dem Osten kommen, haben aber weder einen Führerschein noch ein Auto, weshalb das Problem der mangelnden Mobilität für Einkäufe oder Arztbesuche bestehen bleibt. Dass nun einige Gemeinden eine „organisierte Nachbarschaftshilfe“ initiieren, bedeutet für viele ältere Menschen eine Chance, länger zu Hause bleiben und auch im Alter den Alltag noch meistern zu können.